Müll aus Neapel darf weiter in Sachsen entsorgt werden

Dresden. Auch in zukunft darf Hausmüll aus der italienischen Region Kampanien um Neapel nach Sachsen verbracht werden. das regierungspräsidium Dresden erteilte dafür am Donnerstag die Genehmigung.

Damit gab die Behörde einem Antrag der italiensichen FS Logistica SpA, eines Unternehmens der italienischen Eisenbahnen, statt. Diese hatte ursprünglich beantragtm 100.000 Tonnen Müll in die Behandlungs- und Sortieranlage in Cröbern bei Leipzig exportieren zu dürfen. Vom Regierungspräsidium wurden jetzt 35.000 Tonnen genehmigt. Die Behörde machte zur Auflage, dass der Müll nicht zwischengelagert, sondern sofort verbrannt wird.

Der Sonderbeauftragte der  süditalienischen Region Kampanien, Giovanni de Gennaro, hatte die Behörde in einem Schreiben persönlich gebeten, sächsische Entsorgungsmöglichkeiten für die Bewältigung des Notstandes nutzen zu dürfen, da der Müll vor Ort derzeit nicht entsorgt werden kann.

Die sächsischen Behörden hätten sich mit Blick auf die abfallwirtschaftliche Notstandsituation in Kampanien bereit erklärt, Italien zu helfen, so das Regierungspräsidium. Die Genehmigung sei daher als  Nothilfemaßnahme erteilt worden.

"Aufgrund entsprechender Verlautbarungen von italienischer Seite erscheint es aus aktueller Sicht wahrscheinlich, dass sich die Lage in Kampanien demnächst entspannen wird. Daher erachten die sächsischen Behörden sowohl die Begrenzung der Abfallmenge als auch eine Befristung der Anlieferung für angemessen", so ein Sprecher des Regierungspräsidiums.

(msu) 

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