Verdi fordert Mindestlohn

Leipzig. Mit der klaren Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn ist der ver.di-Bundeskongress gestern in Leipzig eröffnet worden. Sowohl der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske als auch Vizekanzler Franz Müntefering betonten die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung.

"Heut' fängt etwas an" nach der Melodie von "We shall overcome" eröffnete am 30. September kurz nach 17 Uhr den zweiten Bundeskongress der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und die Vorsitzende des ver.di-Gewerkschaftsrates, Margrit Wendt, sprachen zur Eröffnung. Grußworte sprachen Vizekanzler, Bundesarbeits- und -sozialminister Franz Müntefering, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer. Schwerpunktthemen des Kongresses sind Hedgefonds, Mindestlohn, Leiharbeit und Europa.

In seiner Begrüßungsrede sprach Müntefering das Thema Mindestlöhne an und erntete dafür Beifall: "Arbeit zu haben ist gut, aber es muss gute Arbeit sein. Insoweit ist in diesem Land vieles aufzuholen. Das erste Thema zur guten Arbeit ist bereits angesprochen worden; das ist der Mindestlohn, fairer Lohn für die Menschen, die arbeiten. Das ist kein sozialer Tick, das muss man denen sagen, die sagen, das sei irgendeine Romantik. Nein, es ist ordnungspolitisch völlig korrekt, das wir sagen, derjenige, der arbeitet, muss davon auch leben können. Es kann nicht sein, dass die Menschen, die arbeiten, anschließend zum Arbeitsminister kommen und sagen: Gebt mir den Rest des Lohnes dazu, weil mir mein Arbeitgeber den Lohn so gekürzt hat, wie er es getan hat. Das ist nicht normal. Deshalb müssen wir versuchen, Mindestlöhne zu schaffen, die dieses für die Zukunft in Deutschland ausschließen, liebe Kolleginnen und Kollegen." 

(mkr) 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.