Bahn lässt Ultimatum verstreichen- GDL kündigt Streiks ab Donnerstag an

bahn.pngBerlin. Die Deutsche Bahn AG hat wie angekündigt das Ultimatum der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer verstreichen lassen. Die GDL hatte die Bahn aufgefordert, ihr bis heute 13 Uhr ein Angebot über einen eigenständigen Tarifvertrag zu unterbreiten.

Die GDL reagierte prompt und kündigte weitere Streiks an. Nach Angaben der Gewerkschaft, die der Bahn keine lange Vorwarnzeit geben will, könnten die Streiks am 11. 12., 15. und 16. Oktober 2007 im Nahverkehr stattfinden.

Die Arbeitskämpfe werden nicht mehr – wie bisher – nur drei Stunden, sondern den ganzen Tag dauern. "Wir werden die Streiks jedoch in den späten Nachmittagsstunden vor einem Streiktag ankündigen", so der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell.

Die Bahn regierte gelassen auf die Ankündigungen der GDL. "Die Reaktion der GDL zeigt deutlich, dass die Bahn am vergangenen Freitag mit dem Ersatzfahrplan erfolgreich war. Ansonsten würde jetzt nicht mit unangekündigten Streikmaßnahmen gedroht," so Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. "Die Planung des Mitarbeitereinsatzes und die Disposition von Fahrzeugen erfordern einen zeitlichen Vorlauf. Unangekündigte Aktionen treffen die Bahnkunden daher noch mehr."

Das Arbeitsgericht Chemnitz hatte der GDL am 5. Oktober 2007 Streiks im Güter- und Fernverkehr untersagt. Nach Prüfung der Urteilsbegründung will die GDL entscheiden, ob sie Berufung einlegt.

(msu) 

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