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Stelen-Installation soll in Leipzig an Herbst ’89 erinnern

am . Veröffentlicht in Politik

Stelen-Installation soll in Leipzig an Herbst ’89 erinnern Leipzig. In diesem Jahr feiert Leipzig den 20. Jahrestag der friedlichen Revolution von 1989, an diesen Wendepunkt in der deutschen Geschichte soll mit einer dauerhaften Stelen-Installation erinnert werden.



Die Stelen sollen in der Innenstadt auf die Geschehnisse des Wende-Herbstes hinweisen. An den bedeutendsten Punkten der Demonstrationen aus der Zeit der friedlichen Revolution soll damit die Geschichte im Stadtbild von Leipzig mit Texten und Bildern sichtbar gemacht und erklärt werden, hieß es vom Bürgerkomitee Leipzig am Mittwoch.
Die Installation soll an die Stelen von 2004 anknüpfen, zum 15. Jahrestag der Revolution in Gestalt von Erinnerungstafeln aufgestellt wurden. Diese sind aber nach kurzer Zeit wieder entfernt worden.
Im Moment seien die Standpunkte der Stelen und das genaue Aussehen noch nicht klar, zudem sei ebenfalls noch die Anzahl der Standorte noch offen.
Voraussichtlich sollen entlang des Innenstadtrings die meisten der Stelen an markanten Punkten aufgestellt werden. Die Hälfte der Finanzierung, die sich auf insgesamt etwa 100.000 Euro belaufen soll, steht laut den Verantwortlichen der “Runden Ecke“ bereits.
Am 02. Oktober diesen Jahres soll die Installation feierlich eingeweiht werden, da am 02. Oktober vor 20 Jahren das SED-Regime in Leipzig rund 20.000 Demonstranten nach dem Friedensgebet in der Innenstadt eingekesselt hatte.
Am 9. Oktober gingen dann rund 70.000 Leipzigern auf die Straße und bei dieser Demonstration des Volkes wurde klar, dass die Staatsmacht keine Gewalt gegen die Demonstranten mehr einsetzen werde.
Seitdem wird der 9. Oktober in Leipzig als wichtigster Tag des Wende-Herbstes gefeiert.
Zudem plant das Bürgerkomitee eine Sonderausstellung, die das gesamte Jahr des 20. Jubiläums der friedlichen Revolution aus Leipziger Sicht beleuchten soll.
Mit Themen wie die Ausreisewelle über Ungarn und Prag werden dabei einen großen Bereich füllen.
Die Verantwortlichen des Bürgerkomitees Leipzig, die auch das Museum “Runde Ecke“ betreuen, zeigten sich aber enttäuscht darüber, dass auch 20 Jahre nach der Wende keine Straße und keinen Platz nach der friedlichen Revolution benannt wurde und dies in der Stadt von der alles ausging.


(msc)

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