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Berufliche Qualifizierung älterer Arbeitsloser wird durch EU und Freistaat Sachsen gefördert

am . Veröffentlicht in Politik

Berufliche Qualifizierung älterer Arbeitsloser wird durch EU und Freistaat Sachsen gefördert Dresden/Brüssel. Langzeitarbeitslose im Freistaat Sachsen sollen eine neue Chance auf Beschäftigung – mit dem Programm “Perspektive 50+“ erhalten. In dem Programm werden Langzeitarbeitslose im Alter zwischen 50 und 64 Jahren für den ersten Arbeitsmarkt zielgerichtet qualifiziert.


In einer Neuauflage des Programms weitet das Land Sachsen das Programm auf zahlreiche Regionen des Freistaates aus – finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmitteln. Bis 2011 stehen aus dem Europäischen Sozialfonds 5 Mio. Euro zur Verfügung. Bisher wurden nur drei Regionen in Sachsen gefördert, finanziert mit Mitteln des Bundes. Noch mehr ältere Arbeitslose werden durch die Qualifizierung wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Wir haben für die Regionen Vogtlandkreis, Zwickau, Leipzig, Leipziger Land, Delitzsch, Bautzen und Kamenz entsprechende Projekte entwickelt, die sich nahtlos an das Bundesprogramm “Perspektive 50+“ anschließen“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD).Als erster Projektträger nimmt das Bildungsinstitut Pscherer in der Region Zwickau mit dem Programm Vital 50+“ seine Arbeit auf.
Insgesamt 300 Teilnehmer durchlaufen ab September sogenannte Kompetenzbilanzierungen, in welchen ihre fachlichen Fähigkeiten getestet und geprüft werden. Ziel ist es, die beruflichen Chancen und Möglichkeiten eines jeden Einzelnen festzustellen. In einer Coaching-Phase Anfang Januar 2009 werden die ersten Teilnehmer bereits in ihren Kompetenzen zielgerichtet gefördert und bei der Arbeitssuche begleitet. Umfangreiche Qualifizierungen werden insbesondere über Bildungsgutscheine in Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen realisiert.
Die berufliche Zukunft der Teilnehmer liegt vor allem im Metall- und Elektrobereich – ein strategischer Wirtschaftsbereich für die Region Zwickau. Wer aus einem handwerklichen Beruf kommt, kann in nur vier bis sechs Wochen wieder fit für die Arbeit in der industriellen Fertigung sein. In Kürze werden für die Regionen Bautzen und Kamenz die Dienstleistungen für Struktur und Arbeitsmarktentwicklungen GmbH mit dem Projekt Integrationsorientierte Qualifizierung (InQua)“ sowie für die Regionen Leipzig, Leipziger Land, Delitzsch die Bildungsträger Arbeit und Leben Sachsen und PUUL GmbH mit dem Projekt Individualisierte Weiterbildung“ folgen. Unser Ziel ist es, ältere Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen und damit gleichzeitig das Fachkräftepotenzial für die Wirtschaft zu erhöhen“, so Minister Jurk. Dass dieses Ziel realisierbar ist, beweisen die bereits vorliegenden Ergebnisse nachdrücklich. Über 600 Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Arbeit drücken allein den bisherigen Erfolg im Vogtland aus.Hieran werden wir anknüpfen“, so Minister Jurk.
Gleichzeitig wandte er sich an die Unternehmen im Freistaat. In einer Zeit, wo viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften klagen, kann ich nur daran appellieren, auch älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Chance zu geben. Die Integrationserfolge zeigen, dass die wertvollen Erfahrungen älterer Arbeitnehmer von den Unternehmen wieder stärker wahrgenommen, anerkannt und geschätzt werden. Das gilt es fortzusetzen.“Arbeitslose Personen zwischen 50 und 64 Jahren, die an einer solchen Qualifizierung interessiert sind, können sich an ihre Arbeitsvermittler in den ARGEn oder in den zuständigen Behörden wenden. Vorrausetzung für die Teilnahme ist der Bezug von Arbeitslosengeld II.

(SMWA/ssc)

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