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Weltverkehrsforum in Leipzig beendet

am . Veröffentlicht in Politik

Weltverkehrsforum in Leipzig beendetLeipzig. Mit der Vorstellung des Abschlussberichtes ist heute in der Messestadt die Premiere des Weltverkehrsforums beendet worden. Bundesverkehrsminister stellte das Papier gemeinsam mit dem Generalsekretär des Weltverkehrsforums, Jack Short, und der diesjährigen Präsidentin des International Transport Forum ITF, Anu Vehviläinen vor. Short nutzte die Gelegenheit, ein CO2-armes Verkehrssystem Verkehrssystem zu fordern. Es gelte, die richtige Balance zwischen der Stärkung von Handel und Mobilität auf der einen sowie der Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen auf der anderen Seite zu finden, so Short.

Beim ersten Weltverkehrsforum hatten in der Messestadt Verkehrsminister aus rund 50 Ländern und über 600 internationale Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter drei Tage lang das Thema "Verkehr und Energie: Die Herausforderungen des Klimawandels" auf dem von der OECD veranstalteten Kongress diskutiert. Wie schon vorher erwartet, konnten dabei keine konkrete Beschlüsse gefasst werden. 

Die Präsidentin des Forums, die finnische Verkehrsministerin Anu Vehviläinen sagte dazu: "Es gab einen produktiven und lebhaften Austausch zwischen den unterschiedlichen Nationen". Bei den Teilnehmenden Nationen gebe es unterschiedliche Voraussetzungen und Bedingungen,. In vielen Punkten habe man sich jedoch angenähert und Gemeinsamkeiten entdeckt.

Am Donnerstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Forum einen Besuch abgestattet. Sie forderte die Industrienationen auf, mehr für den Klimaschutz zu tun. "Der Klimawandel gehört mit Sicherheit zu den zentralen Herausforderungen der Menschheit", so Merkel. Bis Mitte des Jahrhunderts jedem Menschen auf der Erde ein CO2-Verschmutzungsrecht von nicht mehr als vier Tonnen pro Jahr zugestanden werden. Nur so seien die schlimmsten Folgen der Erderwärmung zu vermeiden. Das es bis dahin noch ein weiter weg ist, belegte die Bundeskanzlerin mit Zahlen. Deutschland liege momentan bei elf Tonnen CO" Emissionen pro Kopf, Europa durchschnittlich bei neun Tonnen und die Vereinigten Staaten von Amerika emittierten 20 Tonnen pro Kopf. "Es liegt also noch eine gewaltige Aufgabe vor uns", betonte Merkel.

In das Abschlussdokument der Konferenz fanden diese Worte jedoch keinen Eingang. Es schlägt vage ein politisches Maßnahmenpaket vor. So sollen Technologien zur CO2 Reduktion weiter entwickelt werden und die Förderung der Erforschung  neuer Technologien und Kraftstoffe ausgebaut werden. Dem Generalsekretär des Weltverkehrsforums, Jack Short, ging dies nicht weit genug.  Er forderte ein CO2-armes Verkehrssystem „so bald wie möglich“.

Der weltgrößte Verkehrsgipfel ist die Nachfolgeveranstaltung für die Europäische Verkehrsministerkonferenz. In diesem Jahr  das Forum tagte erstmals in Leipzig. Künftig wird es jährlich in der Messestadt zusammenkommen und über ein Thema von globaler strategischer Bedeutung debattieren. 

Das nächste Verkehrsforum steht unter dem Motto "Verkehr und Globalisierung" und kommt vom 27. bis 29. Mai 2009 zusammen.

(msu)

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