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SPD nominiert Schwan für Amt des Bundespräsidenten

am . Veröffentlicht in Politik

SPD nominiert Schwan für das Amt des BundespräsidentenBerlin. Was sich in den vergangenen Tagen schon abzeichnete ist inun Gewissheit. Gesine Schwan, die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina wird im Rennen um das Amt des Bundespräsidenten erneut gegen Horst Köhler antreten.

Der Parteivorstand nominierte die 65-jährige am Montag Medienberichten zufolge einstimmig. Damit kommt es zur Wiederauflage des  Duells Schwan Köhler, die bereits 2004 für das Amt kandidierten. Damals gewann bekanntlich Horst Köhler, wenn auch denkbar knapp mit 15 Stimmen Mehrheit. Bei der geheimen Wahl in der Bundesversammlung hatte Schwan  mit 589 Stimmen auch mindestens 10 Stimmen aus dem Lager von CDU/CSU und FDP erhalten.

Was 2004 noch relativ Reibungslos verlief, droht nun zu einer Schlammschlacht zu werden. Deutschland könnte vor einem Dauerwahlkampf um das Amt stehen, der auch die Regierungskoalition vor eine Zerreisprobe stellen würde.

So tauchten kurz vor der Nominierung Vorwürfe gegen die Präsidentin der Universität Viadrina Gesine Schwan auf, sie würde zusammen mit ihrem Ehemann Peter Eigen, dem Vorsitzenden von Transparency International, nicht korrekt zwischen Spendeneinwerbung und angebotenen Dienstleistungen unterscheiden. SPD Generalsekretär Hubertus Heil bezeichnete das Auftauchen der Vorwürfe als "nicht zufällig" zu diesem Zeitpunkt, betonte aber, Schwan sei über jeden Zweifel erhaben.

In der vergangenen Woche hatte Horst Köhler angekündigt, erneut kandidieren zu wollen. CDU und FDP sicherten ihm daraufhin ihre Unterstützung zu. Die anderen Parteien haben sich noch nicht festgelegt, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen wollen, oder aber einen der beiden Kandidaten unterstützen wollen. 

(msu) 

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