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Flughafen Leipzig/Halle doch militärisch genutzt

am . Veröffentlicht in Politik

Flughafen Leipzig/Halle doch militärisch genutztLeipzig. In den vergangenen Monaten und Jahren ist die militärische Nutzung des Flughafen Leipzig/Halle durch die Verantwortlichen und die Politik immer vehement bestritten worden. Es wurde immer von “Urlaubsflügen“ und den "üblichen zivilen Verträgen" geredet. Nun gab die sächsische Staatsregierung erstmals die militärische Nutzung des Flughafen Leipzig/Halle zu.


Die sächsische Staatsregierung hatte auf “Kleine Anfragen zur militärischen Nutzung des Flughafens Leipzig/Halle“, die vom Landtagsabgeordneten Dr. Volker Külow (Die LINKE) gestellt worden, nun Stellung bezogen.
Laut Auskunft der Staatsregierung erfolgte die Bereitstellung von Flugzeugen, die nicht nur Mannschaften, sondern auch Hubschrauber, Panzer oder anderes Kriegsmaterial über Leipzig an die Irak-Front transportieren, immer nur im Rahmen von "üblichen zivilen Verträgen".
Bei der Beantwortung der drei Kleinen Anfragen zum "weiteren Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle zur Militärdrehscheibe" vom Landtagsabgeordneten Dr. Volker Külow, räumte die Sächsische Staatsregierung nun erstmals offiziell ein, dass der Leipziger Flughafen "militärisch" genutzt wird.
In der Pressemitteilung von Herrn Dr. Külow hieß es:
“Auf die Frage, ob das vom Bundesverwaltungsgericht ausgesprochene Nachtflugverbot für Passagierflüge auch für die US-amerikanischen Truppentransporte gelte, erklärte Wirtschaftsminister Jurk explizit, dass diese "Flüge aufgrund militärischer Anforderung vom Nachflugverbot ausgenommen" sind.“
Darüber hinaus wurde durch diese Anfragen bekannt, dass von den 2,7 Mio. Fluggästen im Jahre 2007 insgesamt 333.774 so genannte "Transitfluggäste" registriert wurden. Als "Transitfluggäste" werden die Soldaten bezeichnet, die unter anderem in den Irak und andere Kriegsgebiete transportiert werden. Somit betrug der Anteil von Truppentransporten am Passagieraufkommen Leipziger Flughafens im vergangenen Jahr immerhin bereits 12 Prozent.
Ein Verbot der nächtlichen Militär-Flugbewegungen  könnte die Anwohner etwas entlasten, die seit Inbetriebnahme des DHL-Drehkreuzes ohnehin extremen Lärm- und Abgasimmissionen durch den Frachtflugverkehr ausgesetzt sind.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist von 1991 bis 2007 mit knapp einer Milliarde Euro aus Steuergeldern ausgebaut worden.

(mkr)

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