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Bundestag beschließt Lockerung des Stammzellengesetzes

am . Veröffentlicht in Politik

Berlin. In der Bundeshauptstadt hat sich der Bundestag heute in einer kontroversen Debatte für eine Lockerung des Stammzellengesetzes ausgesprochen. Künftig wird es erlaubt sein, embryonale Stammzellen aus dem Ausland zu importieren, die vor dem 1. Mai 2007 entstanden sind.

Nach der bisherigen Regelung war nur der Import solcher Zellen erlaubt, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland gewonnen wurden. Dies wurde von Stammzellenforschern kritisiert. Sie warfen ein, diese Zellen seien zu alt und zu verunreinigt, so dassDeutschland bei der Forschung ins Hintertreffen geraten könnte. Für die Sitzung war der Fraktionszwang aufgehoben worden. Dem Bundestag lagen meherere Anträge zur Änderung des Gesetzes vor, so etwa zur Abschaffung des Stichtages, zu einem generellen Verbot von Stammzellenforschung oder alles beim Alten zu lassen. 

Mit der Verschiebung des Stichtages  zeigt sich Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange zufrieden: "Mit dieser Regelung wird einerseits der ethischen Grundintention des Stammzellkompromisses von 2002 und andererseits den Anforderungen der deutschen Forscherinnen und Forscher, notwendiges Forschungsmaterial zur Verfügung zu haben, Rechnung getragen werden". Damit werde einer grenzenlosen Forschung keineswegs Tür und Tor geöffnet, sondern im Gegenteil ein deutlicher Grenzstein aufgestellt. "Wir brauchen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freiheit der Forschung im Interesse der Menschen und ethischer Verantwortung", so Ministerin Dr. Stange. Die heute beschlossene Regelung werde diesem Anspruch aus ihrer Sicht gerecht.

(ssc) 

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