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Tibetkrise belastet auch Olympia

am . Veröffentlicht in Politik

Tibetkrise belastet auch OlympiaPeking/Lhasa. China steht immer wieder wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik und mit den jüngsten Ereignissen im tibetanischen Hochland steht die Führung in Peking erneut im Rampenlicht der internationalen Politik.

Eine Verhaftungswelle der Aufmarsch von Truppen und Schüsse auf Demonstranten lässt die angespannte Lage im tibetanischen Hochland weiter eskalieren. Die Proteste der Tibeter sollen nun durch einen weiteren Einsatz an Militär unter Kontrolle gebracht werden.
Die Propagandamaschinerie der Chinesischen Regierung läuft auf Hochtouren. Die amtlichen chinesischen Medien rufen zum Kampf gegen die tibetanischen Unabhängigkeitskräfte auf. Mittlerweile sind ausländische Journalisten nicht mehr in den betroffenen Gebieten zugelassen, so dass keine systemkritischen Nachrichten mehr nach außen dringen.
Nach neusten offiziellen Informationen sollen bei den gewalttätigen Unruhen in Lhasa “nur“ 19 Menschen ums Leben gekommen sein. Die tibetische Exilregierung spricht hingegen von etwa 100 Toten.
Mit dem Hintergrund dieser Unruhen haben sich weltweit viele führende Politiker skeptisch zu den bevorstehenden Olympischen Spielen in Peking geäußert. Hinzu kommen noch die Befürchtung von Abhörmaßnahmen und eventuelle Repressalien gegen Systemkritiker während der Spiele.
Das geistige Oberhaupt Tibets, der Dalai Lama, ist bereit sich mit der chinesischen Regierung zu Gesprächen zu treffen. China steht nun angesichts der bevorstehenden Olympischen Spiele unter weltweiten Druck, um die Spiele nicht zu gefährden. Zwar hat das IOC (Internationale Olympische Komitee), vor dem Hintergrund der geschlossenen Verträge, gegen einen Boykott der Spiele ausgesprochen, jedoch könnte es sehr fraglich sein, ob die Sportler anderer Länder in ein Land mit solchen Unruhen begeben wollen.
Dann ist noch die Frage ob die Olympische Flamme, wie eigentlich geplant durch Tibet getragen werden kann oder wird, wie es eigentlich vorgesehen war. China ist nun im Zugzwang die Unruhen ohne weitere Menschenrechtsverletzungen zu beenden.

(msc)

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