Kein Karibik-Feeling für den Leipziger Stadtrat - FDP gespalten

Kein Karibik-Feeling für den Leipziger Stadtrat - FDP gespaltenLeipzig. Mit dem Wahlergebnis für den Stadtrat vom 7.Juni hätten sich neue Optionen in Leipzig ergeben können. Eine “Jamaika“-Koalition war denkbar, mit der ein Wandel in der Stadt hätte einhergehen können, doch jetzt herrscht Chaos.



Was war das für ein Wahlabend für die FDP in Leipzig. Zugewinne von 5%, jetzt sieben statt vier Stadträte. Die SPD war mit hohen Verlusten aus der Wahl gegangen und die Grünen hatten ebenfalls zulegen können. Rechnerisch stand einem Bündnis von CDU, Grünen und FDP nichts im Wege, so verkündete es auch der Kreisverband der FDP.
Das Ziel sei eine Mehrheit im Stadtrat, die die herrschende rot-rote Politik des Stillstandes ablösen könnte. Dieses Vorhaben wurde jetzt von den eigenen Stadträten zumindest vorübergehend gestoppt. Wenn man eine Vorlage für eine Provinzposse suchte, fand man sie in den letzten Tagen in Leipzig. Drei der sieben Stadträte bildeten ohne Absprache mit ihrer Partei eine Bürgerfraktion mit der Stadträtin des Neuen Forums. Wie nun damit umgehen? Der Kreisvorsitzende der FDP und Stadtrat Sven Morlok bestätigte das Ziel, eine gemeinsame Fraktion aller FDP-Stadträte anzustreben. Zu bezweifeln ist allerdings, ob potentielle Partner mit dieser Unsicherheit in einer möglichen Fraktion der FDP positiv umgehen und eine dauerhafte Zusammenarbeit für möglich halten.  Aus Sicht der Wähler aber scheint klar: Stadträte, die (aus welchen Gründen eigentlich?) erst mit Fremden Fraktionen bilden ehe sie mit den eigenen Parteifreunden reden, stehen kaum für eine Politik der Veränderung. Der Gedanke kommt auf, es könne sich hier bei den Betreffenden eher um das Absichern von Posten handeln, das wäre traurig für die FDP und tragisch für Leipzig.

(ine)

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