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11. Jiddische Musik- und Theaterwoche in Dresden eröffnet

am . Veröffentlicht in Kultur

Dresden. In der Landeshauptstadt wurde gestern die 11. Jiddische Musik- und Theaterwoche von Kunststaatssekretär Dr. Knut Nevermann eröffnet. Schirmherrin der Veranstaltung ist in diesem Jahr die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange. Wie immer ist das Spektrum breit gefächert.  Von Klezmer bis Synagogalmusik über Kabarett und Liedtheater bis Pantomime gibt es für jeden das passende Programm.

Ein Schwerpunkt unseres diesjährigen Programms ist die Auseinandersetzung der Nachfolge-Generation der Holocaust -Überlebenden mit dem Schicksal ihrer Eltern, ihrer Familien. Ein weiterer Schwerpunkt ist einem altem jüdischem Mythos gewidmet: dem Golem. Eine Ausstellung, eine Lesung und ein Konzert werden das besondere Verhältnis zwischen tschechischer, jüdischer und deutscher Kultur erlebbar machen.

Daneben bietet das Festival in diesem Jahr allerhand neues. Erstmals wird die Jugend in speziell für sie zugeschnittenen Veranstaltungen angesprochen. Ein Aspekt,  der ab diesem Jahr seinen festen Platz in unserem Festival haben wird, so Projektleiter Michael Rockstroh.

Kunststaatssekretär Dr. Knut Nevermann: „Wichtige Bereicherung für Dresdner Kulturleben“

"Wir können nicht hoffen durch die Aufmerksamkeit für diese Kultur etwas an den Verbrechen des 20. Jahrhunderts ungeschehen zu machen, aber wir können versuchen, mit ehrlichem Interesse an ihr etwas für die Zukunft zu lernen. Und gerade von der jiddischen Kultur gibt es viel zu lernen. Vieles über Weisheit und Hoffnung und Menschlichkeit", sagte Kunststaatssekretär Dr. Knut Nevermann heute zur Eröffnung der 11. Jiddischen Musik- und Theaterwoche in Dresden. Jiddische Kultur sei eine lebensfrohe Kultur, die Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft mühelos zum Schwärmen bringen könne, so der Staatssekretär.

Nevermann würdigte das Festival als eine Bereicherung für das Dresdner Kulturleben. "Besonders wichtig finde ich, dass es eine Reihe von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gibt. Sie werden so ganz selbstverständlich an eine Kultur herangeführt, mit der sie lernen spielerisch und genussvoll umzugehen. Das erscheint mir als ein sehr guter Ansatz, um Vorbehalte gar nicht erst aufkommen zu lassen oder sie zumindest abbauen zu helfen. Nicht trockenes Wissen wird vermittelt, sondern lebendige Erkenntnis."

Die Jiddische Musik- und Theaterwoche

Veranstalter der Jiddischen Musik- und Theaterwoche sind das Rocktheater Dresden, der Verein HATiKVA und die jüdische Gemeinde zu Dresden. Während der kommenden zehn Tage zeigen Künstler aus Amerika, Russland, Israel sowie aus Sachsen Musik und Theater, Lesungen, Filme, Kinderveranstaltungen, Ausstellungen, Führungen und Vorträge unter dem Motto "Begegnungen mit jüdischem Leben".

weitere Informationen: www.jiddische-woche-dresden.de

(msu) 

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