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Julia Timoschenko - Ärzte der Berliner Charité empfehlen Behandlung außerhalb der Ukraine

am . Veröffentlicht in International

Julia Timoschenko - Ärzte der Berliner Charité empfehlen Behandlung außerhalb der Ukraine Berlin. Auf einer Pressekonferenz in Berlin haben die Ärzte der Berliner Charité für eine Behandlung der ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko im europäischen Ausland plädiert.

 

 

 

Der Chef der Berliner Charité Prof. Dr. Karl Max Einhäupl betonte, dass man nach den Untersuchungen von Julia Timoschenko eine Behandlung in ihrer Heimat für wenig aussichtsreich hält. Die inhaftierten ehemalige ukrainischen Regierungschefin habe im Rahmen der Untersuchung geäußert, dass sie kein Vertrauen in die ukrainischen Ärzte habe. Ein Grund hierfür sei eine Infektion mit Hepatitis, die sie selbst auf die Behandlung im Haftkrankenhaus zurückführe. Sie verweigerte auch jegliche Injektionen und Blutabnahmen durch ukrainische Mediziner, aus Angst vor weiteren Infektionen.
Charité-Chef Einhäupl erklärte, dass er Zweifel habe, dass die notwendige Therapie in der Ukraine erfolgreich durchgeführt werden könne, der der Bandscheibenvorfall bei Frau Timoschenko inzwischen chronisch geworden sei. Hinzu komme noch der allgemeine Gesundheitszustand der 51-jährigen Patientin. Auch der Hungerstreik sei für die weitere Behandlung nicht zuträglich. Des Weiteren hatte bereis im Januar ein ukrainischer Internist vor einer bestehenden Trombosegefahr gewarnt, wodurch eine zusätzliche Gefahr bestehe.
Prof. Dr. Norbert Haas, der Leiter der Orthopädie an der Berliner Charité, erklärte zudem, dass sich der Gesundheitszustand von Julia Timoschenko seit Januar diesen Jahres deutlich verschlechtert habe.
Prof. Dr. Karl Max Einhäupl und Prof. Dr. Norbert Haas hatten sich vor zwei Wochen in der Ukraine ein Bild vom Gesundheitszustand Timoschenkos gemacht. Sie schauten sich auch die Bedingen im Krankenhaus von Charkow an, um sich ein Bild über die Behandlungsmöglichkeiten vor Ort machen zu können. Nach Meinung der Berliner Ärzte sei das Krankenhaus von Charkow zwar neu hergerichtet, es seien dort jedoch bestimmte Therapien nicht möglich.
Professor Einhäupl appellierte an im Rahmen der Pressekonferenz den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, dass er Frau Timoschenko in das europäische Ausland ausreisen lassen solle mit den Worten: “Seien Sie ein humanitären Werten verpflichteter Präsident und lassen Sie Frau Timoschenko in das europäische Ausland ausreisen.“

(ssc)


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