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Studie der UNI Leipzig: Ostdeutsche skeptischer gegenüber Krieg und Militär als Westdeutsche

am . Veröffentlicht in Dies und Das

Studie der UNI Leipzig belegt: Ostdeutsche sind skeptischer gegenüber Krieg und Militär als WestdeutLeipzig. Die Menschen in Ostdeutschland stehen Krieg und Militär kritischer gegeüber als ihre Landsleute in Wetsdeutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Leipzig, die von Prof. Dr. Elmar Brähler hervor, dem Leiter der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Soziologie der Uni erhoben wurde.

Auch 18 Jahre nach der Wiedervereinigung ließen sich noch signifikannte Unterschiede feststellen. So gaben 75 Prozent der befragten Ostdeutschen an, Krieg sei grundsätzlich moralisch verwerflich. Im Westen waren es lediglich 63 Prozent, die dieser Aussage zustimmten. Grundsätzliche Abneigung gegen alles Militärische bekundeten 55 Prozent der Ostdeutschen gegnüber 48 Prozent der Befragten in Westdeutschland. Dass die Bundesrepublik weniger Geld für Rüstung ausgeben sollte, meinten 64 Prozent der Menschen in Ostdeutschland und 41 Prozent im Westen. Sehr deutlich wurde in der Studie zudem, dass vor allem Frauen allem Militärischen kritisch gegenüberstünden, so eon Sprecher der Uni.

Insgesamt wurden für die repräsentative Studie 2.524 Personen in Deutschland in persönlichen Interviews befragt. Dabei wurden sie Aussagen zu ethischen Aspekten von Krieg und Militär konfrontiert. Hier galt es jeweils,  sich zustimmend, ablehnend oder auch unentschieden zu äußern. Immerhin: Die Hälfte der im Westen Befragten atimmte der Aussage nicht zu, wonach Krieg auf Grund der Natur des Menschen unvermeidlich sei. Im Osten waren es 63 Prozent.

Noch deutlichere Unterschiede gab es zwischen den Geschlechtern. Während etwa 71 Prozent der befragten Frauen angaben, Krieg grundsätzlich als moralisch verwerflich zu finden, traf diese Aussage bei den Männern nur bei 59 Prozent auf Zustimmung.

Große Unterschiede ergab die Auswertung der Studie auch, wenn nach Geschlechtern getrennt wurde. Krieg als grundsätzlich moralisch verwerflich erklärten 71 Prozent der Frauen, Männer stimmten der Aussage zu 59 Prozent zu. Empfinden 39 Prozent der Männer alles Militärische als abstoßend, sind es bei den Frauen mit 59 Prozent mehr als die Hälfte. Noch ein Prozent mehr, nämlich 60 Prozent der Frauen, erklärten, sie könnten es nicht nachempfinden, wenn jemand militärische Werte und Tugenden bewundere. Bei den Männern stimmten dieser Aussage mit 44 Prozent weniger als die Hälfte zu. Dass eine Welt auch ohne Kriege prinzipiell möglich sei, glauben 65 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer.

(ssc)

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