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Weihnachtszeit-Erzählzeit

am . Veröffentlicht in Dies und Das

Leipzig. Leipzig-Seiten legt Ihnen, liebe Leserinnen und Leser noch Geschichten unter den Weihnachtsbaum. Den Anfang macht Zeiten eines Zeugen. Wir danken unserem Autoren Serius Bjerkelej.

 

Zeiten eines Zeugen
So, jetzt sitze ich hier und trinke eine große Cola mit einem Strohalm drin. Schade, dass man die nicht mitessen kann. Ich habe mich direkt hinter einen frisch gestrichenen Holzzaun gesetzt und kann auf einen kleinen Auswuchs den Alexanderplatzes blicken. Warum bin ich noch mal hier?...
ach ja, ich wollte mich mit der Ines treffen, auf die ich jetzt schon seit über einer halben Stunde warte… so eine blöde Kuh. Jetzt schlag ich also die Zeit mit Strohhalmkauen tot. Das hat aber auch etwas für sich. Denn wenn man sich hier umschaut gibt es viel Interessantes zu sehen. Denn ein paar Meter weiter, jedoch schon in gehörigem Abstand befindet sich ein Rudel von Individuen, die landläufig unter dem Namen Punkes- Anarachae-Drosophila bekannt sind. Im Biounterricht habe ich gelernt, dass man die Stereotypen Männchen an einem ausgewachsenen Kamm auf dem Kopf erkennt, wobei man sich da nie so sicher sein kann. Ich finde es unheimlich interessant so etwas einmal unter nicht Laborbedingungen zu beobachten. Wie im Lehrbuch beschrieben, buhlen die Betamännchen mit dem Alpha um das Alphaweibchen, dass wie folgt von ihren Zophinnen umring dem Treiben beiwohnt.. Interessanter Weise kämpfen sie nicht gegeneinander, sondern treten in einem Wettstreit gegeneinander an. Jeder versucht so viele alkoholhaltige Flüssignährstoffe wie möglich in sich hinein zu schütten, wahrscheinlich um ihr zu beweisen, dass man in der Lage sei die Brut zu versorgen. Wer am Ende dieses Rituals noch stehen kann hat gewonnen und darf sich von dem Alphaweibchen begatten lassen, da er selbst Schwierigkeiten beim Stehen hat, genetischer Fehler oder so, die fallen einfach  immer wieder um. Weiß der teufel, wie die Nachwuchs zeugen können.
Der natürliche Feind der Punkes-Anarchae-Drosophia  sind die  Neo- Faschistes- Visagus- Rektalus. Das sind ein paar ganz komische Getierchen. Aufgrund eines vermuteten Erbfehlers fehlt manchen von denen jegliche Behaarung auf dem Kopf. Die daraus resultierende, chronische Unterkühlung der Kopfhaut und der äußeren Großhirnrinde verursacht starke Raufbereitschaft, extremen Drang zum Genuss von Gerstensaft und Deutsch-türkischen Spezialgerichten im Fladenbrot. Die Probleme dieser Gattung sind allerdings auch anderer Natur. Neben der Tatsache, dass die meisten echt hässlich sind, haben sie auch noch, im Vergleich zu allen andere, verkümmerte Hinterläufe, was sie zwingt streng geschnürte, hohe Stiefel, mit verstärkten Solen zu tragen, die die Wadenmuskulatur stützen,  da sie das Gleichgewicht sonst nicht halten könnten. Auch die Unfähigkeit die Lautstärker ihrer Artikulation zu kontrollieren, lässt sie in der Öffentlichkeit vielerorts Unverständnis erfahren.
Das macht sie zu Außenseitern mit wachsender Population.
Ich liebe diese Stadt, hier findet man wirklich alle Vertreter, aller Gattungen. Gerade vorhin traf ich auf einen Vertreter der Homo-Homo-Erektius-Oralis-Analis. Sie sind eine Untergattung der Homo- Pseudo-Erektius. Einige Männchen, die den Homo- Pseudo-Erektius angehören, sagen sich komplett von den Weibchen los und bilden ihre eigene durchaus vielschichtige Subgesellschaft. Die Unfähigkeit sich fort zu pflanzen, hält sie keineswegs davon es trotzdem zu versuchen. Da sie sich von ihrem genetisch geprägten Geschlechterverhaltensnormen nur schwer lösen können, nehmen einige Exemplare Züge an, die in den Kreisen der Homo- Pseudo- Erektius- Hetores- Egalitus, als weiblich und schnippisch als tuckig bezeichnet werden. Doch nicht nur die Männchen erliegen der Versuchung sich dem eigenen Geschlecht hinzugeben. Die Weibchen, die sich sexuell nur von ihresgleichen betören lassen, heben sich äußerlich von ihren heterosexuellen Gegenstücken kaum ab. Zudem sind im Gegensatz zu den Männchen  keine gegenseitigen Phobien typisch. Das heißt, dass sie bezüglich Außenstehenden im Wesentlichen offen sind. Doch haben auch sie ihre Grenzen, so hat es schon viele intolerante Männchen die Fortpflanzungsfähigkeit gekostet.
Ich könnte noch etliche Beispiele bringen, wie die Semi-Politia-feminina und –maskulinum, die mit dem Verteilen von bunten Blättern, die sie mit Farbe verzieren und an parkenden Autos anbringen, nicht nur Freude auf sich ziehen. Eher im Gegenteil, dabei entspricht es nur ihrem Trieb, das Revier zu verteidigen.
Aber eigentlich könnten sie das auch persönlich nachlesen, dieses Buch ist wirklich fantastisch. Es heißt „ Einführung in de Oberflächliche Idiotie“ sehr zu empfehlen, da findet sich alles und zudem noch super einfach und schnell erklärt.. da bleibt nichts offen….

Ps.. Die Ines ist immer noch nicht da….

Serius Bjerkelej

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