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Begnadigung von zu lebenslanger Haftstrafe verurteilter Dana Gerlich

am . Veröffentlicht in Sachsen

Begnadigung von zu lebenslanger Haftstrafe verurteilter Dana GerlichDresden. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat am heutigen Dienstag Dana Gerlich begnadig, die in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßte.

 

 

 

 

Dana Gerlich war von einem omanischen Gericht wegen Mordes an ihrem Vater im Oman zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sie wurde im Dezember 2003 im Oman festgenommen, bestritt jedoch stets eine Beteiligung an der Tat, für die außer ihr vier weitere Täter, darunter ihr omanischer Lebensgefährte, verurteilt wurden. In einem sogenannten Exequaturverfahren hat das Landgericht Chemnitz mit Beschluss vom 1. Juni 2005 die Vollstreckung der lebenslangen Freiheitsstrafe in Deutschland für zulässig erklärt. Frau Gerlich verbüßt seit dem 10. Oktober 2005 die omanische Strafe in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz.
Das Auswärtige Amt hat mitgeteilt, dass drei der vier Mitverurteilten im Oman aus Anlass des muslimischen Hochfestes “Eid-Al-Adha“ und des 40. Nationalfeiertages freigelassen worden sind. Ministerpräsident Tillich nahm dies zum Anlass, um ein Gnadenverfahren von Amts wegen einzuleiten. Mit Entschließung vom 21.Dezember 2010 wurde die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

(ine)

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