Wölfe breiten sich in Sachsen aus – Förderung für Schutz von Nutztieren möglich

Wölfe breiten sich in Sachsen aus – Förderung für Schutz von Nutztieren möglichDresden. Derzeit leben in Sachsen fünf Wolfsrudel mit etwa 45 Tieren. Entsprechend wichtig ist es, Nutztiere gegebenenfalls gegen Wolfsangriffe zu schützen. Dieser Schutz wird staatlich gefördert.

 

 

 

 

Aufgrund der nun nachgewiesenen dauerhaften Anwesenheit eines Wolfspaares in der Königsbrücker Heide nördlich von Dresden und in der Region Annaburg in Sachsen-Anhalt ist das Gebiet, in dem Schutzmaßnahmen für Nutztiere gegen Wolfsangriffe mit staatlichen Hilfen gefördert werden, erweitert worden und umfasst nun neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz auch die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen.
“Wir wollen helfen, Schäden zu vermeiden, die die Halter von Nutztieren, wie Schafen und Ziegen durch Angriffe von Wölfen erleiden könnten“, so Sachsens Umweltminister Frank Kupfer. “Deshalb unterstützen wir die Landwirte bei der Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterband und Herdenschutzhunden sowie bei der Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern.“ Diese Schutzmaßnahmen sind auch Voraussetzung für einen eventuellen Schadensausgleich, wenn es trotz Vorsorgemaßnahmen zu Schäden kommt. Die Tierhalter im neuen Fördergebiet haben nun ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Bis dahin erhalten sie auch dann einen Schadensausgleich, wenn Nutztiere durch einen Wolf gerissen werden und der vorgeschriebene Schutz noch nicht vorhanden war.
Nachdem im Jahr 2007 noch 72 Schafe durch Wölfe gerissen wurden waren es 2010 nur noch 16. “Ein konfliktfreies Zusammenleben mit Wölfen ist möglich, das zeigt der Erfolg der Herdenschutzmaßnahmen im bisherigen Wolfsgebiet“, erklärte der Minister weiter. Das zeige auch die Tatsache, dass neun der 2010 gerissenen Schafe nicht wie vorgesehen geschützt waren.
Informationen und Beratung zur Förderung erhalten Tierhalter bei den Wolfsbeauftragten der jeweiligen Landratsämter sowie im Internet unter www.wolfsregion-lausitz.de.

(ine)

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