Streit um Dresdner Kulturpalast - Keine Einigung in Sicht

Streit um Dresdner Kulturpalast - Keine Einigung in SichtDresden/Leipzig. Im Streit um den geplanten Umbau des Dresdner Kulturpalastes ist keine Einigung zwischen der Stadt Dresden und Wolfgang Hänsch, dem Architekten und Erbauer des Kulturpalastes in Sicht.

 

 

 

Vor dem Landgericht Leipzig trafen sich am Dienstag Vertreter der Stadt Dresden und Wolfgang Hänsch, der Architekt und Erbauer des Kulturpalastes. Das Gericht strebte eine Einigung zwischen den Parteien an. Von Seiten der Stadt wurde jetzt angeboten, die Leistung von Wolfgang Hänsch beim geplanten Umbau zu berücksichtigen. Der Architekt erbat sich aber Bedenkzeit, äußerte sich aber vor Gericht noch nicht zu dem Angebot.
Der Dresdner Kulturpalast war in den 1960er Jahren erbaut und im Jahr 2008 unter Denkmalschutz gestellt worden.
Nach dem Willen der Stadt Dresden soll das Haus ab dem kommenden Jahr umgebaut werden. Dabei soll der Festsaal des multifunktionalen Gebäudes einem reinen Konzertsaal mit einer verringerten Kapazität weichen. Vor bis zu 1.800 Gästen soll dort die Dresdner Philharmonie ihre Spielstätte bekommen. Zudem soll das Kabarett Herkuleskeule und die Hauptbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresdens in die heute als Studiobühne und Seminarräume genutzten Bereiche einziehen.
Der Umbau soll rund 70 Millionen Euro kosten. Die Stadt wies darauf hin, dass dabei keine Entkernung des Hauses geplant sei, die Umbauten betreffen demnach nur den Konzertsaal. Die Glasfassade des denkmalgeschützten Gebäudes soll unverändert bleiben.
Der Architekt Wolfgang Hänsch sieht aber gerade die Multifunktionalität des Konzertsaales als einen wichtigen Bestandteil des Hauses und macht Urheberrechtsansprüche geltend.
Eine erste Entscheidung des Landgerichtes Leipzig wird für den 6. September erwartet.

(msc)




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