Schweinegrippe breitet sich weiter aus - Imfungen auch für Kinder empfohlen

Schweinegrippe breitet sich weiter aus - Imfungen auch für Kinder empfohlenLeipzig. Die neue Grippe H1N1, umgangssprachlich auch Schweinegrippe genannt, breitete sich immer mehr aus. In Mitteldeutschland mussten bereits mehrere Schulen geschlossen werden.



In Sachsen-Anhalt wurden inzwischen sechs Schulen vorübergehend geschlossen. Man will damit die Infektionskette unterbrechen, da in den betroffenen Schulen mehrere Fälle der neuen Grippe aufgetreten waren. Die bislang von den Schließungen betroffenen Schulen befinden sich im südlichen Sachsen-Anhalt. Das Gymnasium in Laucha ist am Montag als erstes geschlossen worden, da 42 Schüler mit der neuen Grippe infiziert waren. Die Evangelische Grundschule in Bernburg war dann am Dienstag nach der Erkrankung von acht Kindern geschlossen worden und es folgte, ebenfalls am Dienstag, das Landesgymnasium in Halle, wo bei 13 Schülern eine Infektion festgestellt wurde. Auch ein Lehrer soll mit dem H1N1-Erreger infiziert sein.
Wie es hieß sollen die Schüler in Halle ab Montag wieder unterrichtet werden, in Bernburg soll es ab kommenden Dienstag wieder für die Schüler in den Unterricht gehen.
Im Freistaat Thüringen kam es wegen der Schweinegrippe bislang nur teilweise zu Schulausfällen.
Die meisten Infektionen gab es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis Ende Oktober in Bayern. In Thüringen werden in den kommenden Wochen ebenfalls viele Neuinfektionen erwartet. Das Gesundheitsministerium des Freistaates erwartet ein Überschwappen der Schweinegrippe-Welle innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen.
Ab dem kommenden Montag kann sich die Bevölkerung dann auch in Thüringen und Sachsen kostenlos impfen lassen. Sachsen-Anhalt hat bereits in dieser Woche mit den Impfungen begonnen, jedoch ist der Impfstart recht verhalten gestartet.
Die Ärzte raten jedoch, angesichts der zunehmenden Fälle von Infektionen mit dem neuen H1N1-Erreger, auch Kinder unter drei Jahren impfen zu lassen. Experten zu Folge könnten Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat gegen die neue Grippe geimpft werden. Mittlerweile zeigten zuverlässige Studiendaten, dass bereits sehr junge Kinder die Impfung ohne schwerwiegende Probleme vertragen würden. Immer wieder wird auch darauf hingewiesen, dass die Immunisierung bei Risikopatienten und auch bei Kindern mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Herzfehler oder Stoffwechselerkrankungen angezeigt sei.

Aktuelle Informationen findet man auf den Internetseiten des Robert Koch Institutes , zudem informieren die örtlichen Gesundheitsämter und die Hausärzte über die neue Grippe.

(msc)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.