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Waldschlösschenbrücke: Kleine Hufeisennase muss Welterbetitel retten

am . Veröffentlicht in Sachsen

"Statt auf politische Vernunft und einen Kompromiss zu setzen, bleibt uns jetzt nur noch die Hoffnung auf die kleine Hufeisennase", sagte Sachsens Staatsministerin für Kunst und designierte Präsidentin des Nationalkomitees für Denkmalschutz, Dr. Eva-Maria Stange vor dem Hintergrund der in dieser Woche gefallenen Entscheidung des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts zur Baufreigabe für die Dresdner Waldschlösschenbrücke.
Es sei enttäuschend, dass das Oberverwaltungsgericht trotz der durch die Stadt fortgesetzten Suche nach einem Kompromiss so entschieden habe und nun nur eine "Fledermaus den Welterbetitel noch retten" könne. Nach Meinung von Umweltschützern werde durch den Brückenbau der Lebensraum einer vom Aussterben bedrohten Fledermausart gefährdet. Das Verwaltungsgericht Dresden prüft diesen Antrag derzeit.

"Welche verheerende internationale Wirkung die Aberkennung des Welterbetitels hat, scheint noch immer nicht klar zu sein." Hier könne sich auch der Bund nicht aus der Verantwortung stehlen, verweist die Ministerin auf aktuelle Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel, wonach der Streit um den Bau der Waldschlösschenbrücke ein "regionaler Konflikt" sei. Schließlich ist es die Bundesregierung, die den Titel bei der UNESCO beantragt. In der Geschichte der UNESCO Welterbekonvention sei es in diesem Jahr erstmals vorgekommen, dass ein Welterbetitel wieder aberkannt worden sei. (Wildschutzgebiet in der Wüste Omans)

Derzeit gibt es über 830 Welterbestätten in rund 138 Staaten. Insgesamt haben Rund 180 Staaten die UNESCO Welterbekonvention unterzeichnet.
(msu) 
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