facebook Twitter Youtube RSS

Versetzungsgefährdete Schüler werden in Lern-Camps fit gemacht

am . Veröffentlicht in Bildung

Versetzungsgefährdete Schüler werden in Lern-Camps fit gemachtDresden. Wie das Kultusministerium mitteilte, werden nunmehr zum zweiten Mal in Sachsen versetzungsgefährdete Schüler während der Winterferien in speziellen Lern-Camps unterstützt.


“Unser Ziel ist es, die Zahl der Schüler ohne Abschluss weiter zu verringern. Dafür gehen wir neue Wege bei der individuellen Förderung von Schülern“, beschreibt Kultusminister Roland Wöller das Anliegen der Lern-Camps. “Ziel sei es, versetzungsgefährdeten Schülern den Sprung in die nächste Klassenstufe zu ermöglichen, so dass für sie ein Schulabschluss erreichbar bleibt. Nach dem Erfolg im Vorjahr habe sich die Zahl der am Camp teilnehmenden Schüler mehr als verdoppelt.“, so Wöller weiter. Dieses Angebot nutzen dieses Jahr 240 Mittelschüler, davon 97 Mädchen und 143 Jungen der 8. Klassen.
Die fünf Lern-Camps finden in Sayda (Mittelsachsen), Colditz (bei Leipzig), Papstdorf (Sächsische Schweiz), Pirna/Copitz und Seifhennersdorf  (Görlitz) statt.
Die Feriencamps werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung durchgeführt. Sie werden aus dem Europäischen Sozialfonds, mit Landesmitteln sowie mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Es stehen dafür 430.000 Euro zur Verfügung.
Pädagogen fördern die Schüler in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Sie vermitteln den Schülern neues Fachwissen und neue Strategien zum Lernen.
“Neben der fachlichen Unterstützung wollen wir die jungen Menschen vor allem motivieren. Sie erleben in den Camps, dass sie zu großen Leistungen fähig sind, dass es Freude bereitet, sich Ziele zu setzen und diese erreichen zu wollen“, so Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, über die stärkeorientierte Camp-Pädagogik.
Die Schüler müssen täglich 5 Unterrichtsstunden lernen. In Gemeinschaftsprojekten arbeiten sie ebenfalls mit und können ihre betreute Freizeit genießen. Die 240 Schüler werden von 29 Lehrern, 28 Sozialpädagogen und 28 Jugendleitern betreut.
Entscheidend für den Erfolg der Camps ist eine Fortführung der getroffenen Vereinbarungen im “normalen“ Schulalltag. Nach der Rückkehr aus dem Camp werden die Schüler an ihren Schulen weiter von einem Team aus Lehrern und Sozialpädagogen betreut. Es werden regelmäßige Treffen stattfinden, so dass die im Camp erarbeiteten Lernziele und Entwicklungspläne umgesetzt werden und die Schüler, die Hilfe bei eventuellen Lernkrisen bekommen, die sie benötigen.

(ssc)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.