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Sachsens Studierende protestieren für mehr mehr Mitbestimmung und Demokratie

am . Veröffentlicht in Bildung

Leipzig/Dresden. Sachsens Studierende demonstrieren für mehr Einfluss an den Hochschulen des Landes. Am heutigen Donnerstag, 13.12.2007, sind ab 13:00 Uhr alle sächsischen Studierenden aufgerufen, für mehr Mitbestimmung und Demokratie zu demonstrieren. Hierzu rufen die Gewerkschaften GEW Sachsen und ver.di gemeinsam mit der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und der Landesvertretung Akademischer Mittelbau in Sachsen auf.

Die Studierenden protestieren gegen den aktuellen Gesetzentwurf für die Hochschulen im Freistaat. Dieser sehe vor, dass unter anderem das Konzil als höchstes, beschlussfassendes Gremium, in dem alle Hochschulgruppen vertreten sind, abgeschafft wird. An Stelle des Kuratoriums soll ein Hochschulrat implementiert werden, der, hauptsächlich aus Hochschulexternen bestehend, weitreichende Beschlusskompetenzen für die Hochschulsteuerung sowie Entwicklung übertragen bekommt., so die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS).
"Nach dem uns vorliegenden Entwurf des Gesetzes, werden in den Hochschulen Managementstrukturen eingeführt und unsere Mitbestimmungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt", klagt Gerald Eisenblätter, Sprecher der KSS. Gespräche mit der Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange (SPD) seien bisher ohne den gewünschten Erfolg geblieben. Daher wollen die Studierenden heute gemeinsam lautstark für ein Gesetz mit paritätisch besetzten Gremien und erweiterten Entscheidungskompetenzen für alle Hochschulgruppen demonstrieren.

Weiterhin kritisieren die Studierenden die Übertragung der Personalhoheit auf die Hochschulen. "Es ist zu befürchten, dass aus Kostengründen weitere Stellen eingespart und die Vergütung der Angestellten zu Gunsten einer wirtschaftlich rentablen Hochschule drastisch gesenkt werden. Die internen Verteilungskämpfe hätten somit tiefgreifende Folgen", warnt Eisenblätter. Auch die Einführung von Studiengebühren "durch die Hintertür" ist mit dem neuen Hochschulgesetz nicht ausgeschlossen. "Zwar wird das Erststudium kostenfrei bleiben", erläutert Eisenblätter, "aber wenn sich der Bachelor als Regelabschluss durchsetzt, wird der Stellenwert eines Masterstudiums von den Hochschulen sicherlich neu bewertet."

(mkr) 

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