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Sachsens Kultusminister zufrieden mit Pisa-Studie

am . Veröffentlicht in Bildung

DresdenDresden. Sachsens Kultusminister Steffen Flath äußert sich zufrieden zur Veröffentlichung der PISA-Studie. Die Ergebnisse würden die Reformfähigkeit des deutschen Bildungssystems belegen. " Wir ernten die ersten Früchte unserer Anstrengungen", sagte Flath. Die gute Arbeit der Lehrer sei für das Ergebnis entscheidend. Allerdings gebe es keinen Anlass zum selbstgefälligen Jubel. Das Abschneiden müsste Ansporn für weitere Anstrengungen sein. "Die erste PISA-Studie hat den Bildungsstandort Deutschland auf das Krankenbett geworfen. Der Patient ist nun auf dem Weg der Besserung aber noch nicht kerngesund", so Flath.


In Sachsen haben elf Schulen an dem internationalen PISA-Test (6 Mittelschulen, 4 Gymnasien und 1 Förderschule) teilgenommen. An der nationalen PISA-Untersuchung, deren Ergebnisse erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden, waren 62 Schulen (40 Mittelschulen, 20 Gymnasien, zwei Berufliche Schulzentren) beteiligt. Der PISA-Test fand im Zeitraum vom 24. April bis 1. Juni 2006 statt.
Nach der ersten PISA-Untersuchung im Jahr 2000 sind zahlreiche Reformen in Sachsen auf den Weg gebracht worden. So wurden die Lehrpläne für alle Fächer und alle Schularten reformiert und entschlackt. Ziel der neuen Lehrpläne, die seit dem Schuljahr 2004/2005 eingeführt wurden, ist ein stärkeres fächerverbindendes und fachübergreifendes Lernen.
Nicht nur der Wissens- und Kompetenzerwerb sowie die Werteorientierung sollen damit sichergestellt werden, sondern vor allem die individuelle Förderung der Schüler soll verbessert werden. Gleichzeitig wurden die Ganztagsangebote an Schulen massiv ausgebaut. Derzeit verfügen rund 990 der knapp 1500 öffentlichen Schulen über Ganztagsangebote. Um die vorschulische Bildung zu verbessern und den Kinder einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu bieten, wurden ein Bildungsplan für die drei bis sechsjährigen Kinder sowie das Schulvorbereitungsjahr eingeführt und die Schuleingangsphase reformiert. Darüber hinaus werden seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 alle allgemeinbildenden Schulen regelmäßig begutachtet. Innerhalb von etwa fünf Jahren soll jede öffentliche Schule einmal von eigens qualifizierten Lehrern unter die Lupe genommen werden ("Schul-Tüv").
Bei der Evaluation der Schulen werden unter anderem die Qualität des Unterrichts, Prüfungsergebnisse, Werteorientierung und die Zufriedenheit der Schüler, Eltern und Lehrer untersucht. Zur Unterstützung der Schulen hat das Kultusministerium ein spezielles Förderpaket für lernschwache Schüler geschnürt. Gefördert werden zum Beispiel Schülercamps für lernschwache Jungen und Mädchen, Projekte für abschlussgefährdete Hauptschüler oder schulartübergreifende Fördermaß-nahmen für drohende Schulverweigerer. Bis 2013 stehen insgesamt 122 Millionen Euro zur Verfügung.

(SMKBS)

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