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Leipzig bekommt erste Gemeinschaftsschule

am . Veröffentlicht in Bildung

SchulbankGemeinschaftsschulen- Modell für die Zukunft?

Leipzig. Die Stadt geht im Bildungssektor neue Wege. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll die Mittelschule Portitz gemeinsam mit der ehemaligen 71. Mittelschule zur ersten Gemeinschaftsschule Leipzigs werden. Die Eröffnung ist zum Schuljahresbeginn 2008/2009 geplant. Dafür sprach sich am Dienstag die Verwaltungsspitze in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters aus. 

 

Der Antrag für diesen Schulversuch, der die Klassenstufen fünf bis zehn umfasst, soll in den nächsten Wochen an das Kultusministerium gestellt werden. Die Gemeinschaftsschule ermöglicht den Hauptschul- und Realschulabschluss sowie den Übergang ans Gymnasium nach jedem Schuljahr.

Der Haupteinzugsbereich für die Gemeinschaftsschule wird der nordöstliche Teil Leipzigs sein. Sie wird ihren Standort in der Schulanlage in Leipzig–Thekla in der Lidicestraße 12 bekommen. Er bietet optimale räumliche Bedingungen und erweist sich von der Ortslage her als günstiger und zentraler gelegen als der Schulstandort in Portitz. Die Anbindung zum öffentlichen Verkehrsnetz ist besser ausgebaut, die Schule kann damit gut von allen Schülern erreicht werden.

"Ziel der Gemeinschaftsschule ist das gemeinsame Lernen in stabilen Klassenverbänden über einen längeren Zeitraum", erläutert Bürgermeister Prof. Thomas Fabian. "Wir wollen ereichen, dass Schüler mit unterschiedlichen Begabungen wechselseitig voneinander lernen können und wollen einer frühzeitigen Trennung entgegen wirken".

Gewachsene Klassenverbände sind beste Voraussetzungen für eine gute Lernatmosphäre und Lernbereitschaft sowie für hohe Ansprüche. Die Schüler lernen in heterogenen Gruppen mit gezielter Förderung und innerer Differenzierung. Die Organisationsform beruht neben einer herkömmlichen Förderung durch Lehrer auch auf der Bildung von Patenschaften.

Die Gemeinschaftsschule Thekla-Portitz-Plaußig versteht sich als Schule mit Ganztagsangeboten. Im Laufe des Tages sollen sich konzentrierte Arbeitsphasen und Entspannungsphasen abwechseln. Der offene Unterrichtsbeginn, Blockunterricht, die Frühstücks- und Mittagspause sowie Freizeitangebote bilden den Rahmen.

Wie es weiter heißt, werde es Ganztagsangebote an allen Wochentagen geben. Eine Hausaufgabenbetreuung wird Montag bis Donnerstag angeboten. Kinder bekommen eine Plattform, sich auszuprobieren, Anregungen zum Lernen zu erhalten, ihre Freizeit gesund und im sozialen Miteinander zu gestalten und Verantwortung für sich und für ihren Lern- und Lebensort Schule zu übernehmen.

(mkr) 

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