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Vortrag über Euthanasie in Leipzig während der Nazi-Zeit

am . Veröffentlicht in Bildung

Leipzig. Am Donnerstag, dem 11. Oktober 2007, 18:30 Uhr, spricht der Psychiatriebeauftragte der Stadt Leipzig, Thomas Seyde, im Stadtarchiv Leipzig über Euthanasieverbrechen in Leipzig während der Nazi-Herrschaft. Er resümiert in seinem Vortrag die Forschungen der letzten Jahre und stellt den Erkenntnisstand ausführlich dar. Zuvor wird an gleicher Stelle die Ausstellung "Kindereuthanasie in Leipzig" eröffnet. Die Ausstellung gestalteten Jugendliche der Henriette-Goldschmidt-Schule (Berufsschule), des Evangelischen Schulzentrums, der Petrischule und der Projekte "Youth Start" der Augsburger Lehmbaugesellschaft und "Take OFF" der Zukunftswerkstatt e. V. mit Unterstützung des Jugend- und des Gesundheitsamtes.  

Forschungen haben ergeben, dass in Leipzig während der Zeit des Nationalsozialismus mehr als 1.000  behinderte oder psychisch kranke Menschen der Euthanasie zum Opfer fielen. Dazu kommen rund 1.000 Leipzigerinnen und Leipziger, die zwischen 1934 und 1940 im Rahmen des so genannten Gesetzes zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert wurden. Maßgeblich daran beteiligt war neben der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen und der Kinderklinik der Universität auch das städtische Gesundheitsamt.

Das Stadtarchiv Leipzig, Torgauer Straße 74, 04318 Leipzig, ist mit der Straßenbahn der Linien 3 und 13 Richtung Taucha bzw. Sommerfeld, Haltestelle Volksgarten, zu erreichen. Der Eintritt ist frei.

(Stadtarchiv Leipzig) 

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