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Leipzig

Vier Wertstoffhöfe in Leipzig ab Dienstag geöffnet

Vier Wertstoffhöfe in Leipzig ab Dienstag geöffnetLeipzig. Ab Dienstag, den 7. April 2020, stehen den Leipziger Bürgern wieder vier Wertstoffhöfe zur Verfügung.

Sport

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Nach Hetzjagd: Staatsanwaltschaft Leipzig leitet Ermittlungsverfahren ein

am . Veröffentlicht in Leipzig

Leipzig. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat nach der Hetzjagd von Mügeln Ermittlungsverfahren gegen zwei Verdächtige eingeleitet. Bisher sind rund 20 Zeugen vernommen worden. Unterdessen kündigte Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo an, dass er das Soko-Team mit 10 weiteren Polizisten und einem LKA-Spezialisten verstärke will, um eine rasche Aufklärung des Falls zu gewährleisten. Im Mügelner Rathaus wurde eine Anlaufstelle für Bürger eingerichtet, die eine Aussage machen wollen. 

Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor unklar. Für Buttolo handelt es sich nicht um organisierte rechte Kriminalität, auch wenn vereinzelt ausländerfeindliche Parolen gerufen worden seien. 

Am Wochenende war in Mügeln eine Gruppe von Indern nach einer Rangelei  in einem Festzelt von 50 jungen Personen verfolgt worden. Dabei seien ausländerfeindliche Parolen gerufen worden. Die Polizei setzte mehr als 70 Beamte ein, um die Situation wieder zu beruhigen. Insgesamt sind 8 Inder sowie und vier Angreifer verletzt worden.

Der Bürgermeister der Stadt, Gotthard Deuse (FDP), widersprach in einer ersten Reaktion einem rechten Hintergrund. "Bei uns gibt es keinen rechtsextreme Szene", sagte er. Wenn der Angriff einen fremdenfeindlichen Hintergrund habe, müssten die Täter aus Nachbarorten kommen.

Die Stadt Mügeln veröffentlichte inzwischen auf ihrer Internetseite eine Presseerklärung, in der es heißt: "Wir verurteilen diese Geschehnisse auf das Äußerste und distanzieren uns entschieden von der Gruppe der Randalierenden und ihren Parolen!"

Auch die Berichterstattung der Medien wurde kritisiert: "Von Berichten, die das Verhalten der gewalttätigen Menschengruppe als kollektive Ausländerfeindlichkeit aller Mügelner Bürger darstellen, distanzieren wir uns ebenfalls entschieden und verwahren uns gegen den über die Medien vermittelten Eindruck, dass in unserer Stadt ausländischen Mitbürgern oder Gästen latente oder gar offene kollektive Fremdenfeindlichkeit entgegen gebracht werde."

Auffällig bei der Presseerklärung ist, dass Rechtsextremismus mit keinem Wort erwähnt wird. Lediglich die Gewalt wird verurteilt. Zu den Ausländerfeindlichen Parolen sagte Bürgermeister Deuse der Financial Times Deutschland: "Solche Parolen können jedem mal über die Lippen kommen."

(msu)

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