Leipzig

Freier Eintritt im GRASSI Museum für Angewandte Kunst am 4. Advent

Freier Eintritt im GRASSI Museum für Angewandte Kunst am 4. AdventLeipzig. Am 18. Dezember, dem 4. Advent, lädt das GRASSI Museum für Angewandte Kunst von 10 bis 18 Uhr zum kostenlosen Bummel durch die Ausstellungen ein.

 

 

 

 

Sport

SC DHfK Leipzig verpflichtet Torwart Domenico Ebner

SC DHfK Leipzig verpflichtet Torwart Domenico EbnerLeipzig. Für die kommenden beiden Spielzeiten hat der SC DHfK Leipzig den italienischen Nationaltorhüter Domenico Ebner verpflichtet.

 

 

 

 

 

Abwanderung wegen Nachtflugverbot in Frankfurt nach Leipzig prognostiziert

Abwanderung wegen Nachtflugverbot in Frankfurt nach Leipzig prognostiziertFrankfurt/Leipzig. In dieser Woche bestätigte das Bundesverwaltungsgericht das Nachtflugverbot für den Flughafen Frankfurt, was sich nun positiv für die Entwicklung der Geschäfte des Leipziger Airports auswirken könnte.

 

 

 



Das Bundesverwaltungsgericht hatte in dieser Wiche die nächtlichen Flüge am Flughafen Frankfurt gekippt. Damit steht jetzt der Flughafen Leipzig/Halle in den Startlöchern, um die wachsende Zahl der Transporte auf dem Luftweg abzufertigen. Zwar wird zur Zeit etwa die hälfte aller Transporte in der Luft mittels Passagiermaschinen in alle Welt gebracht, doch die steigende Anzahl an Just-in-Time Fracht macht einen Transport der Waren immer öfter auf dem Luftweg nötig.
Ob die Verlagerung der Luftfracht nun auch einige Passagierflüge mehr in den Randzeiten nach Leipzig führen wird wird die Zeit zeigen.
Der Flughafen Leipzig/Halle hat sich in den letzten Jahren zum zweitgrößten Luftfrachtdrehkreuz in Deutschland entwickelt. Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, sieht nun neue Chancen für Leipzig/Halle und den Leipziger Airport als sinnvolle Alternative für die internationale Transportbranche. Der Flughafen verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge und über die modernste logistische Infrastruktur Europas.
Aus diesem Grund könnten zu rund 60 Zielen auf vier Kontinenten, die im Moment angeflogen werden, noch einige dazukommen. In Bezug auf das Urteil des Bundesverwaltungsgericht erklärte Markus Kopp, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ein Schritt in die falsche Richtung sei, da es ein Urteil gegen den Standort Deutschland und die Wirtschaftskraft in Deutschland sei. “Das ist aber nicht das Ende des Logistikstandortes Deutschland. Gerade für den Leipzig/Halle Airport, der schon jetzt Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz darstellt, ergeben sich hier neue Chancen. Die bundesdeutsche Verkehrspolitik muss nun verstärkt dieser strategischen Bedeutung unseres Standortes in gesamtdeutschem Interesse Rechnung tragen. Denn global agierende Logistikdienstleister brauchen Standorte, die sich durch Rechtssicherheit auszeichnen. Für den Leipzig/Halle Airport ging seit der Planungsphase eine breite politische Unterstützung mit der anhaltend hohen Akzeptanz des Flughafens in der Region einher.  Verlässlichkeit, Planungssicherheit und die modernste Infrastruktur Europas – der Flughafen Leipzig/Halle ist nach dem Nachtflugverbot für den Airport Frankfurt die logische Alternative für internationale Logistikdienstleister.“, so Kopp in dieser Woche.

 

Boeing 747 der Kalitta Air (DHL) bei der Landung


Die Anwohner des Flughafen Leipzig/Halle hatten die Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht Leipzig vor Ort mitverfolgt, sich mit den Bürgerinitiativen aus dem Rhein-Main-Kreis soliodarisiert und diese vor Ort unterstützt. “Auch wenn die Situation der Betroffenen an den zwei Flughäfen verschieden sein mag, so eint sie die Belastung durch den krank machenden Fluglärm. Insbesondere der Nachflugverkehr stellt ein hohes Krankheitsrisiko dar. Wie die Praxis und eine Vielzahl von Gesundheitsstudien gezeigt haben, sind die passiven Schallschutzmaßnahmen, wie der Einbau von Lüftern, nicht geeignet, die massiven Belastungen und Gesundheitsrisiken der Anwohner zu beseitigen.“, so ein Sprecher der IG Nachflugverbot Leipzig/Halle e.V..
Die Anwohner des Leipziger Airports haben aus diesem Grund ihre Forderung nach dem Einsatz von lärmarmen Flugzeugen in der Nacht noch einmal bekräftigt. Im Besonderen wurde darauf verwiesen, dass das Luftfrachtunternehmen DHL umgehend auf Nachtflüge zwischen 22.00 und 06.00 Uhr mit uralten russischen Turbopropmaschinen am Flughafen Leipzig/Halle verzichten solle. In diesem Zusammenhang wurden die folgenden Flugzeugtypen des Öfteren benannt:

  • Antonow 12 (Baujahre 1956 bis 1973)
  • Antonow 26 (Baujahre 1969 bis 1983)
  • Lockheed L-188 Electra (Baujahre 1957 bis 1961)


Antonow 12 kurz vor dem Start vom Flughafen Leipzig/Halle

 

Wie es hieß zählen gerade diese Flugzeugtypen zu den Flugzeugen mit den größten Schall- und Schadstoffemissionen überhaupt. “So hat beispielsweise eine AN-26 eine Nutzlast von lediglich 5 bis 6 Tonnen Luftfracht, zerstört aber durch ihre tieffrequenten Motorgeräusche den Schlaf tausender Anwohner und durchdringt fast ungehindert alle Schallschutzeinrichtungen. Um dem Verbot des nächtlichen Betriebs dieser Maschinen und anderer Maschinen zu entgehen, kündigte DHL an, auf den Einsatz der AN-12 und AN-26 zu verzichten. Doch bald nahm sie diese Verpflichtung wieder zurück und erklärte, für die AN-12 angeblich keinen vergleichbaren Ersatz finden zu können. Diese Ausrede kann man nicht so stehen lassen! Sehr wohl gibt es geeignete Flugzeugtypen, die ähnliche Leistungswerte bei geringem Lärmausstoß aufweisen!“, so Michael Teske, Vorsitzender der IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e.V..
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat nach den bundesweiten Protesten in den vergangenen Wochen eine Überprüfung der geltenden Grenzwerte in Aussicht gestellt. Damit greift der CSU-Politiker Forderungen des Bundesumweltamtes auf.
Wie es von Ramsauer hieß, müssten die entsprechenden Vorschriften überprüft werden, wenn durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse festgestellt werde, dass Grenzwerte zu hoch angesetzt seien.
Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Grenzwerten von nächtlichem Lärm liegen bei 40 Dezibel. Das Fluglärmschutzgesetz erlaubt aber noch immer bis zu 57 Dezibel Geräuschkulisse in der Nacht.

(ssc)


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