facebook Twitter Youtube RSS

Eislöwen befragen Fans nach Wasser-Desaster in der Eisarena Dresden

am . Veröffentlicht in Eishockey

Eislöwen befragen Fans nach Wasser-Desaster in der Eisarena DresdenDresden. Die Schicksalsschläge für die Dresdner Eislöwen wollen in dieser Saison kein Ende nehmen. Nach Verletzungspech und knappen Niederlagen nun auch noch Probleme mit der Heimspielstätte.

 

 

 

In den vergangenen Jahren stand die wirtschaftliche Konsolidierung für den Eishockey-Zweitligisten auf der Agenda. Die Sparpolitik wurde von den Fans, Sponsoren und Partnern der Eislöwen mit vielen Aktionen unterstützt wurde. Mit kleinem Budget konnten sich die Dresdner Eishockeycracks im Großen und Ganzen auch behaupten und erreichten in der vergangenen Saison sogar eine hervorragende Platzierung in der Meisterschaft.
In der vergangenen Woche ereilte die Eislöwen dann der nächste Schicksalsschlag, als über Risse im Dach Wasser in die Heimstätte der Zweitligaclubs eindrang. Die EnergieVerbund Arena war erst im Jahr 2007 nach rund zweijähriger Bauzeit (Mai 2005 bis August 2007) eröffnet worden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde in der im Jahr 1969 erbauten Eissporthalle an der Pieschener Allee gespielt, die aber während des Elbehochwassers 2002 stark geschädigt wurde.
In der neuen Arena wurde zudem eine Trainingseishalle sowie eine 3000 Quadratmeter große Drei-Felder-Ballspielhalle gebaut. Die Baukosten der neuen Arena betrugen rund 29,7 Millionen Euro.
Das Wasser, was sich durch Tauwetter und Regenfälle auf dem Dach der Arena befand, bahnte sich in dieser Woche dann seinen Weg in das Gebäude. So wurden große Teile der EnergieVerbund Arena von den Wassermassen geschädigt. Die Geschäftsstelle der Eislöwen konnte aus diesem Grund nur noch im Notbetrieb arbeiten.
Wie es von einem durch die Stadt beauftragten Statikers vor Ort hieß, sei die Standfestigkeit der Halle trotz des Wassereintritts nicht akut gefährdet. Verbindliche Aussagen zur Schadensursache und den Kosten der Reparatur sollen erst in den kommenden Wochen getroffen werden können. Weiter hieß es, dass das Objekt mit so wenigen Einschränkungen wie möglich weiter für den Sportbetrieb zur Verfügung stehen soll. Teile der Arena sind nach der Trockenlegung nun wieder nutzbar, dazu gehören die Trainingseishalle, die Ballspielhalle und der Kabinentrakt im Funktionsgebäude. Die Trainingseinheiten der Eislöwen, die ursprünglich in der Arena stattfinden sollten, konnten in die Trainingseishalle verlegt werden und auch das öffentliche Eislaufen findet weiterhin statt.
Von Seiten der Eislöwen wurde am Samstag mitgeteilt, dass die Geschäftsführung in einer kurzfristig anberaumten Konferenz einen Kompromiss gefunden hat, um einen adäquaten Ausgleich für bereits verkauften Tickets der Heimspiele gegen Kaufbeuren und Landshut festzulegen.
Für das Spiel gegen den ESV Kaufbeuren, welches auf den 06.03.2012 verlegt wurde, behalten alle verkauften Tickets ihre Gültigkeit. Sollte der Termin nicht wahrgenommen werden können, so ist ein Umtausch des Tagestickets gegen einen Ticketgutschein in gleicher Platzkategorie möglich (Spiel nach Wahl in der Saison 2011/12 inkl. Abstiegsrunde, Platzvergabe nach Verfügbarkeit, Derbys sind ausgeschlossen). Die Barauszahlung des Ticketwertes ist ausgeschlossen, dies sei möglich, da sich bei dem Grund für den Spielausfall um “höhere Gewalt“ handele.
Auch das Spiel gegen die Landshut Cannibals am kommenden Freitag (24.02.2012) kann nicht in der Dresdner Eisarena gespielt werden. Da der Terminplan in der 2. Bundesliga sehr eng  gestrickt ist, ist eine Verlegung dieses Spieles unmöglich. Aus diesem Grund suchen die Dresdner Eislöwen gemeinsam mit ihren Fans einen Kompromiss. Aktuell werden zwei mögliche Ausweichvarianten diskutiert, hierzu wollen die Eislöwen ein Meinungsbild bei den Fans einholen, um eine fundierte Entscheidung in dieser schwierigen Situation treffen zu können. Deshalb wurde kurzfristig eine Umfrage angelegt, zu der die Dresdner Eislöwen alle Fans bitten, ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis der Umfrage wird nach Aussage von Eislöwengeschäftsführer Matthias Broda in die Entscheidungsfindung einfließen. Er wies aber darauf hin, dass aufgrund der Kurzfristigkeit und Dringlichkeit der Planungen Änderungen eintreten können. Die Abstimmung läuft noch bis zum morgigen Montag (20.02.2012) 9:00 Uhr.  Hier gelangt man zur Umfrage.
“Uns erreichten viele Mails, Anrufe und Nachrichten, in denen Fans in der aktuellen schwierigen Situation ohne Hintergedanken oder Gegenleistung anpacken möchten. Das berührt uns sehr und zeigt, dass wir Eislöwen eng beisammen stehen - und das nicht nur in Zeiten der Not. Vielen Dank an jeden Einzelnen.“, so Matthias Broda, der Geschäftsführer  bei allen Fans, Sponsoren und Partnern, die kurzfristig ihre vollumfängliche Hilfe angeboten haben.

(msc)

Weitere Informationen:

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen