facebook Twitter Youtube RSS

Wähler strafen CDU in NRW ab - SPD und Piraten klare Wahlsieger

am . Veröffentlicht in Wahlen

Wähler strafen CDU in NRW ab - SPD und Piraten klare Wahlsieger Düsseldorf. Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wurde die NRW-CDU mit ihrem Spitzenkandidat Norbert Röttgen deutlich von den Wählern abgestraft. Die klaren Gewinner sind SPD, Grüne und Piraten.

 

 

 

Schon die ersten Prognosen nach dem Schließen der Wahllokale zeigten klar auf, dass Bundesumweltminister Norbert Röttgen der NRW-CDU, mit seinem unklaren Aussagen zu seiner Rolle als möglicher Oppositionsführer, keinen Gefallen getan hat. Selbst CDU-Stammwähler wollten ein klares Bekenntnis zu Nordrhein-Westfalen vom Spitzenkandidaten, dies gab Röttgen den Menschen in NRW nicht.
Die amtierenden Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) geht nun gestärkt aus der Landtagswahl und kann in Zukunft mit einer komfortablen Mehrheit gemeinsam mit den Grünen in NRW regieren. Die Grünen erreichten in etwa das gleiche Ergebnis wie bei den letzten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen.
Die Piraten sind ebenfalls die Gewinner der Landtagswahlen und werden mit 16 Sitzen im neuen Landtag vertreten sein.
FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner konnte den Abwärtstrend seiner Partei stoppen. Die FDP legte im Vergleich zu den letzen Wahlen in NRW sogar leicht zu.
Die Linke scheitert musste nach der Wahlschlappe in Schleswig-Holstein nun auch in Nordrhein-Westfalen Verluste hinnehmen. Nach dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde werden die Linken nicht in den Düsseldorfer Landtag einziehen.
Norbert Röttgen hat nur kurz nach dem Bekanntwerden des Wahlausgangs angekündigt sein Amt als Landesvorsitzender der CDU niederzulegen. Dies heißt auch, dass er, wie vermutet, die NRW-CDU nicht als Oppositionsführer im Landtag führen wird. Wie sich diese Entscheidung auf seine politische Karriere auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Die Wahlen in Nordrhein-Westfalen gelten als direktes Stimmungsbarometer für die Bundestagswahl im kommenden Jahr.
Bedenklich ist aber auch im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland die geringe Wahlbeteiligung. Mehr als 40 Prozent der rund 13,2 Millionen Wahlberechtigten gingen nicht zur Wahl.

(msc)



Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen