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Kalifornier stimmen gegen Abschaffung der Todesstrafe

am . Veröffentlicht in International

Kalifornier stimmen gegen Abschaffung der TodesstrafeLeipzig. Parallel zur Präsidentschaftswahl in den USA stimmten die Kalifornier über die Abschaffung der Todesstrafe in ihrem Bundesstaat ab – und entschieden sich dagegen.

 

 

 

 

 


Parallel zu den Präsidentschaftswahlen, die der demokratische Kandidat Barack Obama gewann, fanden am gestrigen Dienstag in vielen Bundesstaaten weitere Abstimmungen sowie Wahlen zum Senat und Repräsentantenhaus statt. Auch einige Gouverneure wurden gewählt.
In Kalifornien wurde über einen Antrag zur Abschaffung der Todesstrafe abgestimmt. Dem Antrag zufolge sollte an die Stelle der Todesstrafe eine lebenslange Haftstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung treten. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge stimmten 53 Prozent der Wähler gegen die Abschaffung der Todesstrafe.
“Ich bedauere es sehr, dass Kalifornien gegen die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt hat“, erklärte dazu der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löhnig. “Kalifornien hat damit die Chance verpasst, ein Zeichen für mehr Menschlichkeit zu setzen, so wie es 17 US-Bundesstaaten zuvor bereits getan haben. Für mich ist die Todesstrafe unmenschlich und durch nichts zu rechtfertigen. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit unseren europäischen Partner für deren weltweite Abschaffung ein. Meiner Gratulation an Präsident Obama möchte ich zwei Bitten hinzufügen: Setzen Sie sich für die Abschaffung der Todesstrafe in allen Bundesstaaten der USA ein und schließen Sie Guantanamo.“
Angaben des Auswärtigen Amtes zufolge sitzen derzeit 725 Menschen und damit 22 Prozent der in den USA zum Tode Verurteilten in kalifornischen Todeszellen.

(ssc)

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