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EU unzufrieden mit der Entwicklung des einheitlichen europäischen Luftraums

am . Veröffentlicht in International

EU unzufrieden mit der Entwicklung des einheitlichen europäischen LuftraumsBrüssel. Kommissions-Vizepräsident Siim Kallas, für Verkehr zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, hat sich enttäuscht über die Entwicklung des einheitlichen europäischen Luftraums geäußert.

 

 

 

 

 


Auf der Konferenz “Einheitlicher europäischer Luftraum: Zeit zum Handeln“ in Limassol (Zypern) erklärte Kallas, dass die Entwicklung des einheitlichen  europäischen Luftraums zu langsam voranschreite. “Ich habe immer erklärt, dass der einheitliche europäische Luftraum für mich höchste Priorität hat. Er ist zu wichtig, als dass ein Scheitern hingenommen werden kann. Wir haben unsere ursprünglichen Ambitionen aber bei weitem nicht verwirklichen können“, so Kallas. “Nach mehr als zehn Jahren sind die Kernprobleme noch immer dieselben: zu wenig Kapazität, was potenziell negative Auswirkungen auf die Sicherheit hat, zu einem zu hohen Preis. Es gibt Anzeichen für einen Wandel, aber insgesamt sind die Fortschritte zu langsam und zu begrenzt. Wir müssen uns andere Lösungen überlegen und diese schnell umsetzen. Die nationale Zersplitterung ist zu groß. Die versprochenen Verbesserungen sind nicht eingetreten.“
Die Zersplitterung des Flugraums führt derzeit zu zusätzlichen Kosten von etwa 5 Milliarden Euro jährlich. So verlängert sich dadurch nach Kommissionsangaben die Flugstrecke aller Flüge um durchschnittlich 42 km, so dass die Flugzeuge mehr Kraftstoff verbrauchen und damit mehr Emissionen erzeugen. Auch die Flugsicherungskosten seien in Europa derzeit etwa doppelt so hoch wie in dem etwa gleich großen Luftraum der USA.
Kallas kündigte an, dass die Europäische Kommission im Frühjahr 2013 weitere Vorschläge zur Stärkung eines einheitlichen Luftraums vorlegen wird. Zudem würden Vertragsverletzungsverfahren gegen jene Länder geprüft, die die EU-Vorgaben bislang nicht umgesetzt haben.
Die Europäische Kommission geht davon aus, dass mit der Umsetzung des einheitlichen europäischen Luftraums die Sicherheit um den Faktor zehn verbessert, die Luftraumkapazität verdreifacht, die Kosten des Flugverkehrsmanagements um 50 Prozent gesenkt sowie die Umweltauswirkungen um 10 Prozent verringert werden können.

(ine)

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