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Amnesty International: Inhaftierte Pussy-Riot-Sängerinnen sind politische Gefangene

am . Veröffentlicht in International

Amnesty International: Inhaftierte Pussy-Riot-Sängerinnen sind politische GefangeneLeipzig. Im Berufungsverfahren der drei Sängerinnen der russischen Punkband Pussy Riot in Moskau sind am heutigen Mittwoch die Urteile gegen zwei der Sängerinnen bestätigt worden.

 

 

 

 

 


Im Ergebnis der Berufungsverhandlung wurden die Urteile gegen Marina Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa bestätigt. Die beiden Sängerinnen wurden am 17.August zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Auch ein drittes Bandmitglied, Jekaterina Samuzewitsch, war zusammen mit Alechina und Tolokonnikowa verurteilt worden. Ihre Anwältin konnte aber glaubhaft darlegen, dass Samuzewitsch nicht an der Aktion am Altar der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale teilnehmen konnte, weil sie den Altar nicht erreichte. Daraufhin wurde ihre Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
Die Punkband Pussy Riot hatte im Februar in der Kathedrale musikalisch gegen den jetzigen russischen Präsidenten Wladimir Putin protestiert.
Amnesty International werde sich weiter für die Freilassung der Sängerinnen einsetzen, erklärte Peter Franck, Russlandexperte von Amnesty International. “Das Urteil des Berufungsgerichts stellt auch im Falle Samuzewitsch nicht klar, dass die Verhängung der Freiheitsstrafe Unrecht war. Das angebliche Rowdytum, welches das Gericht den drei Frauen vorwirft, liegt auch nach russischem Recht nicht vor", so Franck. “Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina sind gewaltlose politische Gefangene.“

(ine)

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