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US-Präsidenten-Wahlkampf - Defensive von Obama - Taktik oder Desaster?

am . Veröffentlicht in International

US-Präsidenten-Wahlkampf - Defensive von Obama Taktik oder Desaster?Denver. Das erste TV-Duell im US-Präsidenten-Wahlkampf  ist für Präsident Barack Obama nicht zum Besten verlaufen. Nach ersten Umfragen sehen viele Mitt Romney als Gewinner der ersten von drei TV-Debatten.

 

 


Am Mittwochabend (Ortszeit) ging es in die nächste Runde des US-Präsidenten-Wahlkampfes. Der amtierende US-Präsident Barack Obama traf in der ersten von drei TV-Debatten auf seinen Herausforderer, den Ex-Gouverneure des US-Bundesstaats Massachusetts Mitt Romney.
Im Anschluss an das TV-Duell waren sich viele darüber einig, dass Romney diese Debatte für sich entscheiden konnte.
Als Moderator sollte Jim Lehrer das TV-Duell leiten, doch schnell entglitt ihm das Rededuell der beiden Kandidaten, die sich so gut wie nie an die vorgegebenen Redezeiten hielten. Das in sechs Themenblöcken unterteilte TV-Duell sollte über die Themen Gesundheitsreform, Wirtschaft und die Rolle der Regierung debattiert werden.
Obama verzichtete in dem Duell darauf, Romney persönlich anzugreifen und auf die Verfehlungen des Kandidaten der Republikaner hinzuweisen. So blieben Romneys Steuererklärung, seine Offshore-Konten seine Tätigkeit beim Finanzinvestor Bain Capital, der bekannt ist als jobvernichtende Heuschrecke, komplett unerwähnt.
Obama versuchte darauf hinzuweisen, dass er beim Antritt seiner Präsidentschaft im Januar 2009 eine katastrophale Lage vorgefunden habe. Diese sei auf die Politik der Republikaner unter George W. Bush zurückzuführen, der im ein Billionen-Defizit hinterließ. Dies seien neben der internationalen Wirtschaftsentwicklung die Gründe für die jetzige Lage der US-Wirtschaft.
Diese Argumente wurden von Romney komplett ignoriert. Er blendete die Gründe komplett aus, die zur Krise der US-Wirtschaft geführt haben. Er stellte sich als vermeintlicher Wirtschaftsexperte dar und nutzte hierzu erfolgreich die aktuell schlechte Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten.
Umfragen im Nachgang des TV-Duells zeigten den Republikaner Romney als Sieger des 90-minütigen Schlagabtausch im US-TV.
US-Präsident Obama wird sich nun mit seinen Beratern auf die beiden weiteren Begegnungen im US-Fernsehen besser vorbereiten müssen. Zumindest ist nun klar in welche Richtung der Herausforderer gehen will.
Der Ausgang der TV-Debatten zwischen den Präsidentschaftskandidaten ist gerade in den so genannten Swing States wichtig, da dort ein großes Wählerpotential für beide Kandidaten liegt. Dass der sonst so charismatische Barack Obama seinen Herausforderer durch seinen Auftritt beim ersten Fernsehduell in Sicherheit wiegen will kann aber fast ausgeschlossen werden.

(msc)

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