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Deutsche Botschaft im Sudan gestürmt

am . Veröffentlicht in International

Deutsche Botschaft im Sudan gestürmtBerlin/Khartum. Die deutsche Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum ist am heutigen Freitag gestürmt und in Brand gesetzt worden.

 

 

 

 

 


Nach den Protesten vor amerikanischen Botschaften in den letzten Tagen, die zum Tod des US-amerikanischen Botschafters in Libyen, Chris Stevens, und drei seiner Mitarbeiter bei der Erstürmung des US-Konsulats in Bengasi führten, haben sich ausgeweitet. Am heutigen Freitag wurde auch die deutsche Botschaft zum Ziel der Proteste. Dabei wurde die Botschaft in Khartum erstürmt und zum Teil in Brand gesetzt. Verletzte gab es dabei nicht.
Die Proteste in der islamischen Welt richten sich gegen einen in den USA produzierten Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hatte den Film kritisiert. “Ich verstehe die Empörung, die viele gläubige Muslime angesichts des bekannt gewordenen anti-islamischen Filmmaterials empfinden“, so Westerwelle. “Aber: Diese Empörung kann keine Rechtfertigung für Gewalt sein!“ Gleichzeitig rief er die sudanesische Regierung auf, die Sicherheit der deutschen Botschaft wieder herzustellen und zu gewährleisten. Westerwelle machte außerdem deutlich, dass nicht die Mehrheit in den arabischen Ländern hinter den Ausschreitungen stehe. Dies dürfe man nicht verallgemeinern.
Auch die Attacken auf amerikanische Vertretungen gingen weiter. So wurde heute unter anderem die amerikanische Botschaft in Tunis Ziel der Angriffe und angezündet. Medienberichten zufolge soll es wieder Tote gegeben haben.

(ssc)

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