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Immer mehr internationale Hilfe für syrische Flüchtlinge

am . Veröffentlicht in International

Immer mehr internationale Hilfe für syrische FlüchtlingeBerlin/Brüssel. Die Versorgungslage für die Menschen in Syrien wird nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) immer dramatischer. Immer mehr Menschen sind von medizinischer Versorgung abgeschnitten oder versuchen, das Land zu verlassen.

 

 

 

 


“In den vergangenen zwei Tagen sind 30 000 Menschen vor allem aus Damaskus in den Libanon geflüchtet“, erklärte DRK-Mitarbeiter Jean-Marie Falzone am gestrigen Montag in Beirut. Viele von Ihnen versuchen, bei Angehörigen im benachbarten Ausland unterzukommen. Entsprechend schwieriger wird die Lage in den Nachbarländern, die die Flüchtlinge aufnehmen. Aus diesem Grund unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) ein Flüchtlingslager in Jordanien, das nach seiner Fertigstellung bis zu 100.000 Menschen aufnehmen soll. Das THW richtet derzeit die Wasserversorgung für das Lager ein. Die Kosten von 400.000 Euro übernimmt das Auswärtige Amt. “Wir müssen zusammen mit Syriens Nachbarstaaten alles tun, um eine Flüchtlingskatastrophe zu verhindern“, sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle. “Mit unserer humanitären Hilfe wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die prekäre Lage der Flüchtlinge dieses schrecklichen Konflikts zu verbessern. Es geht darum, die Nachbarstaaten bei der Versorgung der weit über 100.000 Flüchtlinge zu unterstützen.“ Zugleich forderte Westerwelle die Regierung von Präsident Assad auf, humanitäre Hilfe auch in Syrien selbst zu ermöglichen.
Dort kann derzeit nur der Syrische Rote Halbmond tätig werden. Dieser wird von seinen Schwesterorganisationen des Roten Kreuzes auch aus Deutschland unterstützt. So wurden zuletzt Schulen mit Matratzen ausgerüstet, um Familien aus Kampfgebieten eine Unterkunft zu ermöglichen. “Es fehlt an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Milch für Kinder“, so Falzone zur Lage in Syrien, nachdem auch in Damaskus heftige Kämpfe die Bewohner zur Flucht aus der Stadt getrieben haben. In den nächsten Tagen will das DRK zudem mehrere Lastwagen und Ambulanzen nach Syrien bringen, die bei der Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten helfen sollen.
Auch die Europäische Union hatte am Montag beschlossen, weitere 20 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Syrien zur Verfügung zu stellen.

 (ine)

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