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Schwarzer Tag für deutsche Biathletinnen in Sotschi

am . Veröffentlicht in International

Schwarzer Tag für deutsche Biathletinnen in SotschiLeipzig. Der 21. Februar wurde zum schwarzen Freitag für die deutschen Biathletinnen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Zum einen bestätigte der Dopingverdacht gegen Evi-Sachenbacher-Stehle, zum anderen erlebten sie in der Staffel eine harte Niederlage.

 

 

Der Auftritt der deutschen Biathletinnen am gestrigen Freitag stand im Schatten des Doping-Verdachts gegen Mitstreiterin Evi Sachenbacher-Stehle, der im Laufe des Tages von DOSB und IOC bestätigt wurde. Gelaufen werden musste trotzdem, und das deutsche Team konnte sich auch im letzten Rennen der Frauen nicht von den schlechten Leistungen der anderen Wettkämpfe erholen. Schon kurz nach dem Start brachte ein Sturz von Startläuferin Laura Dahlmeier die Deutschen um jede Medaillenchance. Ein Stock brach, am Schießstand musste sie später den Diopter noch vom Schnee befreien, um überhaupt schießen zu können. Und so liefen die deutschen Biathletinnen ihrer Form und den Gegnern hinterher, obwohl sie am Ende mit nur sechs Nachladern ein ordentliches Schießergebnis zeigten. Erstmals seit 1992 blieben die Biathlon-Frauen aus Deutschland damit ohne Olympia-Medaille. “Wir widmen diesen Sieg dem gesamten ukrainischen Volk“, blickte der frühere Stabhochsprungstar und jetzige Präsident des Ukrainischen Olympischen Komitees Sergej Bubka nach dem Sieg der ukrainischen Biathlonstaffel auch nach Hause. Julia Dschyma, Olena Pidgruschna sowie die Schwestern Valja und Vita Semerenko hatten kurz nach dem Verhandlungserfolg der Politiker zu Hause das erste ukrainische Gold in Sotschi gewonnen. 26 Sekunden nach Pidgruschna lief die russische Staffel über die Ziellinie, Bronze ging an das Team aus Norwegen.
Im Slalom der Frauen musste sich das DSV-Team mit Platz 4 begnügen. Maria Höfl-Riesch lag nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 2, doch die Österreicherinnen Marlies Schild und Kathrin Zettel stürmten im zweiten Lauf von den Plätzen 6 und 7 noch zu Silber und Bronze. Die nach dem ersten Lauf führende 18jährige US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin sicherte mit ihrem zweiten Lauf die Führung und gewann so den olympischen Slalom von Sotschi.
Nach dem mehr als einwöchigen Curling-Turnier der Männer setzte sich im Finale Kanada mit 9:3 gegen Großbritannien durch. Bronze gewann Schweden, dass im Match um Platz 3 China mit 6:4 bezwang. Schon bei den Frauen hatte sich Kanada Gold gesichert, Schweden holte Silber vor Großbritannien.
Einen kanadischen Doppelsieg feierten die Skicross-Fahrerinnen, bei denen Marielle Thompson Gold und Kelsey Serwa Silber gewannen. Bronze ging an die Schwedin Anna Holmlund.
Einen weiteren Grund zum Jubeln hatten die kanadischen Fans im Eishockeyturnier. Nachdem die Frauen am Donnerstag den Olympiasieg im Finale gegen die USA sicherten konnten auch die Männer die US-Amerikaner schlagen. Nach ihrem 1:0-Halbfinalsieg erwarten die Kanadier im Finale jetzt Schweden, das sich gegen den Russland-Bezwinger Finnland mit 2:1 durchsetzte.

(ine)

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