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Minister Backhaus: "Bedeutung der Aquakultur wird weltweit steigen"

am . Veröffentlicht in Waterkant

Minister Backhaus: Bentwisch/MV. Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus hat am heutigen Montag in Bentwisch (Landkreis Bad Doberan) anlässlich der Grundsteinlegung für eine neue Kalt- und Heißräucherei einen Zuwendungsbescheid an die Rügen Fisch AG überreicht.

 

 

 

 

 

Der  Zuschuss des Landes und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fischereifonds für den Neubau einer Kalt- und Heißräucherei beträgt 3,4 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition beträgt  14 Millionen Euro. Das Unternehmen will zukünftig jedes Jahr 3.500 Tonnen Räucherfisch produzieren. Nach einer steinigen Entwicklungsgeschichte gehört das Sassnitzer Unternehmen mit weiterem Firmensitz unter anderem in Rostock zu den Marktführer bei Fischkonserven in Deutschland. In den neuen Bundesländern ist es Lieferant Nummer eins. Beliebter Spitzenreiter ist beispielsweise das Dorsch-Produkt Scomber-Mix.

Der Bau in Bentwisch soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Vorgesehen ist, im Herbst 2011 mit der Produktion zu beginnen. "Mit dem Bau rundet die Rügen Fisch AG ihre Angebotspalette im Bereich Fischkonserven, Fischmarinaden und Räucherwaren ab und bedient damit den Handel mit allen Fischprodukten. Ausgenommen sind Frisch- und Frostfisch. "Rügen Fisch zählt zu den erfolgreichsten Unternehmen unseres Landes. Ich bin sicher, diese Investition trägt zur weiteren Stärkung eines der traditionsreichsten Wirtschaftsbereiche unseres Landes bei – der Fischverarbeitung", betonte Minister Backhaus in heute in Rostock.

Die Situation der Fischer machte deutlich, dass man angesichts der Situation in den Weltmeeren über die Alternative der Aquakultur - das Lieblingsthema des Mecklenburg-Vorpommernschen Ministers -  mehr als bisher nachdenken müsse,  so Minister Backhaus. Er sei davon überzeugt, dass die Bedeutung der Aquakultur weltweit weiter steigen werde. Vom Wassertourismus abhängige Regionen sehen zumindest die Aquakulturen vor der Küste häufig kritischer. Schon bei der Fischverarbeitung wie in Mukran waren vertraurensbildende Maßnahmen gegenüber Binzer Touristikern notwendig, damit das geklärte Abwasser in die Prorer Bucht fließen konnte.

"Damit Fischprodukte nicht nur von Importen abhängig sind – und in Deutschland ist mit fast 85 Prozent der Fische von Importen schon seit Jahren ganz erheblich abhängig - sollte in der Zukunft mehr Augenmerk auf die Aquakultur gelegt werden. Diese halte ich für zukunftsweisend, allein schon, um bei der Frage der Produktqualität und den damit verbundenen Umwelt- und Sozialbedingungen die Maßstäbe setzen zu können, die Deutschland als Exportnation und als Wirtschaftslokomotive Europas in anderen Teilen der Wirtschaft so erfolgreich gemacht hat.

(ostSeh)

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