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Regionale Forschung im IT-Forschungszentrum Rügen gefährdet

am . Veröffentlicht in Waterkant

Regionale Forschung im IT-Forschungszentrum Rügen gefährdetRoggentin/Rügen. Das Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat zum Januar 2011 die Grundfinanzierung für das IT-Forschungszentrum IT Science Center Rügen eingestellt.

 

 

 

 

Überrascht nahm die IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern (MV) zur Kenntnis, dass die Grundfinanzierung für das Rügener IT-Forschungszentrum IT Science Center vom Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Januar 2011 eingestellt wird. "Nach der sehr positiv verlaufenen Evaluierung Mitte des Jahres 2010 wurde dem IT Science Center eine erfolgreiche Forschungstätigkeit attestiert und eine gute Prognose für die Zukunft gestellt. Mit einer für ein Forschungsinstitut hervorragenden Drittmittelquote von bis zu 75% arbeitet das Rügener IT Forschungszentrum auch wirtschaftlich herausragend. Eine komplette Eigenfinanzierung von Forschungsinstituten ist unmöglich, die vom IT Science Center erreichte Quote kann sich daher durchaus sehen lassen", sagt Initiativen-Sprecher Andreas Müller.

Der Haushaltsplan des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern weist für das Jahr 2011 eine institutionelle Förderung in Höhe von 40 Mio. Euro für 14 regionale Forschungseinrichtungen aus.

Auffällig ist jedoch, dass unter den 14 Forschungsinstituten mit dem Fraunhofer-IGD nur eine einzige IT-Forschungseinrichtung vertreten ist, an deren Grundfinanzierung sich das Land mit 2,1 Prozent beteiligt. Diese aufgewendeten 1,25 Prozent des Gesamtetats zur institutionellen Förderung regionaler Forschungsinstitute teilen sich zudem das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD und auf das Fraunhofer-Anwenderzentrum für Großstrukturen in der Produktion AGP. Das IT Science Center bleibt hier trotz der herausragenden Evaluierungsergebnisse und der deshalb durch das Kultusministerium in 2010 in Aussicht gestellten weiteren Grundfinanzierung ab 2011 gänzlich unberücksichtigt.

 

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Das erstaunt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die IT-Branche in der zurückliegenden Wirtschaftskrise als einzige Branche kaum betroffen war und eine Pufferwirkung für den regionalen Arbeitsmarkt einnehmen konnte. Hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden und entstehen, innovative IT-Lösungen aus Mecklenburg-Vorpommern sind weltweit gefragt. Der Grundstein dafür wird auch in der angewandten Forschung gelegt und hier ist das IT Science Center seit Jahren ein Garant für praxisnahe Ergebnisse.

Die vom IT Science Center in Putbus angestrebte Grundfinanzierung beträgt 350.000 Euro. Bei einem Gesamtetat von 40 Mio. Euro für 14 Forschungsinstitute ist dies ein verschwindend geringer Teil für eine innovative Hochtechnologiebranche, die dem Land Mecklenburg-Vorpommern über 14.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze und eine hohe Wertschöpfung beschert.

Die IT-Initiative MV unterstützt vorbehaltlos alle Aktivitäten zur Erhaltung des IT Science Centers und fordert das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf, seiner Verantwortung für die Sicherung und den Ausbau des Forschungsstandortes Mecklenburg-Vorpommern insbesondere auch im Bereich der innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien stärker gerecht zu werden.

(ostseh/Foto: www.luftikus-ruegen.de)


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