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Angekündigter Suizid löste Polizeieinsatz auf Rügen aus

am . Veröffentlicht in Waterkant

Angekündigter Suizid löste Polizeieinsatz auf Rügen ausWiek/Rügen. Ein angekündigter Suizid hat am Freitag, den 18. Februar, in Wiek auf der Insel Rügen einen Polizeieinsatz unter Zuhilfenahme der Verhandlungsgruppe und des Spezialeinsatzkommandos (SEK) ausgelöst. Dieser dauerte bis tief in die Nacht und ging glimpflich aus.

 

 

 

 

Die Einsatzleitstelle der Polizeidirektion Stralsund wurde laut Polizeisprecher Uwe Werner gegen 12.50 Uhr darüber informiert, dass sich ein 59-jähriger Mann in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Straße der DSF (vier Mietparteien) mit Selbstmordabsichten verbarrikadiert habe. Ab da konnten aufmerksamen Beobachtern die schnellen und zivilen Einsatzfahrzeuge auf der Insel gen Norden nicht entgehen.
Nach polizeilichen Recherchen war der Mann, ein Zahnarzthelfer und früherer Schnellbootkommandant, rechtmäßig im Besitz eines Revolvers und einer Pistole. Seine Ehefrau und die Hausbewohner befanden sich entgegen ersten Informationen in Sicherheit.
Die Verhandlungsgruppe versuchte ständig mit dem angetrunkenen Mann zu kommunizieren, während Straße und Wohngebiet weiträumig abgesperrt waren. Verborgen im Hintergrund waren Rettungswagen, Notarzt und Feuerwehr.

 

Angekündigter Suizid löste Polizeieinsatz auf Rügen aus

 

Das alles hinderte jedoch die Anwohner nicht, auf den Balkonen zahlreich dem nicht alltäglichen Geschehen zu folgen. Eine ältere Dame ging sogar ungerührt mitten durch die Absperrungen, um einen Brief in den Postkasten vor der benachbarten Kurklinik zu werfen. Auch diese war durch den koordinierenden Beamten vor Ort, den Altenkirchener PHK Thomas Riedel, persönlich zur  Straße hin gesperrt worden, nachdem Mütter mit ihren Kindern ebenfalls ganz ungeniert zum Briefkasten wollten.
Das Spezialeinsatzkommando sollte laut Riedel deeskalieren und nur Eingreifen, wenn Dritte gefährdet seien. Da dies die meiste Zeit nicht der Fall war, setzte die Polizei auf Verhandlungstaktik. Allerdings mit dem ab 18 Uhr voll einsatzfähigen SEK mit sechs Beamten im Hintergrund.
Um 23.52 Uhr beendete dann das SEK nach langen, Ergebnislosen Verhandlungen die Situation, die schon Medienvertreter aus Berlin in Trab gesetzt hatte.
Da die Bemühungen der Verhandlungsgruppe, den Mann zur Aufgabe seines Vorhabens zu bewegen, keinen Erfolg brachten, wurde die Wohnung durch Spezialeinsatzkräfte gestürmt. Die Person konnte überwältigt werden und blieb unverletzt. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und dessen Einweisung in eine psychiatrische Klinik veranlasst. Es wurden beide geladenen und schussbereiten Waffen in unmittelbarer Nähe des Mannes gefunden.

(ostSeh_küstermann/polizei/ Foto: Andreas Küstermann/ostSeh)

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