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Resiekolumne: Putbus und die Nautilus

am . Veröffentlicht in Waterkant

Rügen. In der heutigen Ausgabe entführt Sie Leipzig-Seite.de Reisekolumnist Malte nach Putbus. Dort trifft er auf Hindenburg und die Nautilus.
Gestern war´s: ein mieser Tag für alles… das Wetter war diesig und kalt - also eigentlich das richtige, um sich unter der Bettdecke zu verkriechen oder vor einem Kamin dem Advent entgegenzufiebern. Aber irgendetwas trieb mich und mein Auto raus nach Putbus.

Wenn Sie meinen Spuren folgen wollen, empfehle ich die Strecke über Poseritz und Garz nach Putbus. Für alle, die sich durch die neue chaotische Ausschilderung der neuen Rügenquerung hangeln wollen, es geht nicht… Sie sollten den alten Rügendamm nehmen und gleich nach der Brücke rechts abbiegen und dann immer der Nase nach, auch wenn die Strasse noch so schmal aussieht.

Putbus wird Sie empfangen, wenn Sie aus dem dunklen Wald herauskommen. Bewohner behaupten heute noch, es ist die heimliche Hauptstadt der Insel, woran Malte zu Putbus bestimmt auch nicht ganz unschuldig ist. Was allerdings eine Tatsache ist: es ist die weiße Stadt. Vor der ersten Ampel gleich links ist ein Parkplatz und hier kann man sein Auto getrost stehen lassen und den Park von Malte zu Fuß erkunden. Wenn Sie ihr Auto geparkt haben, werfen Sie einen kurzen Blick auf das Theater, hier werden durchaus anspruchsvolle Stücke aufgeführt (incl. Caveman) und ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall (es gibt sogar einen Theaterbus welcher Gäste aus so relativ allen Orten der Insel abholt und nach der Vorführung auch wieder verteilt).

Nachdem Sie schon vor der Ampel abgebogen sind, nutzen Sie diese am Besten auch gleich um in den Park zu gelangen. Böse Zungen behaupten, Hindenburg soll zu Malte gesagt haben: „Mach einen Zaun ´drum und kassiere Eintritt“. Naja, der Zaun hält heute nur noch die Dammhirsche im Zaum und wenn man sich viel Mühe gibt, erkennt man noch die großen gemauerten Säulen der Pforten.

Selbst im diesigen Nebel war es einen Spaziergang wert; denn sowohl die Orangerie als auch die Christus Kirche und der Marstall sind gespenstisch aufgetaucht - ganz unverhofft und eindrucksvoll. Der eigentliche Kracher, welcher etwas von der Größe und der elitären Stellung Putbus es um die Jahrhundertwende zeugt, ist der Schwanenteich mit riesiger Freitreppe und Säulen, welchen einen mondänen Charme versprühen. Nachdem ich noch mal geschaut habe, ob das Denkmal von Malte (hat ihm seine Frau Louise übrigens bauen lassen) und meine versteckte Lieblingsbank noch stehen (steht in einem Busch in der Nähe des Spielzeugmuseums), habe ich mich die lange Kastanienallee auf den Rückweg gemacht, direkt gerade zu auf den Circus.

Eigentlich wollte ich einen kurzen Weg nehmen, um schnell wieder in meinem Auto zu sitzen, aber eins erregt dennoch meine Aufmerksamkeit. Gefunden habe ich es kurz vor dem Circus - links in Richtung Ausgangspunkt auf der rechten Strassenseite. Es sind die Preussensäulen - momentan sind sie eher schmucklos, aber sie sollen mal wieder stehen. (s. www. ….. ich hab es vergessen ich habe gefroren).

Und wenn Sie auf derselben Strassenseite zum Theater zurücklaufen, nehmen Sie sich die Zeit und staunen sie, wer früher alles in den Häusern gewohnt hat: ich sage Ihnen, der halbe Hofstaat und das vor gar nicht allzu langer Zeit. Die Geschäfte dazwischen, bis auf den Bäcker (lecker Torten) können Sie getrost knicken.

Vom Hunger getrieben und durchgefroren hat es mich nach Wreechen, also genauer gesagt nach Neukamp verschlagen. Ins Nautilus. Die Speisekarte ist tragbar sowohl von den Preisen als auch vom Angebot, weil Jacobsmuscheln und auch Wels bekommt man nicht überall auf der Insel. Das Ambiente ist auch unschlagbar, also wirklich Erlebnisgastronomie.  Eingerichtet im Stil eines U – Boots, also wie der Name es verspricht, die Natilus (siehe auch www.ruegen-nautilus.de). Nett und auch von der Lage her sehr schön, eins allerdings kann ich mir an der Stelle eins nicht verkneifen, das Essen war lauwarm und etwas sehr lasch gewürzt. Als ich diese meine Erfahrung am Montag kundtat, wurden meine Eindrücke von Kollegen bestätigt, das Beste war : „Jo, mein Dorschfilet hatte mindestens 40 Gräten.“ Eins muss man dem Lokal lassen es finden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt und diese sollen nicht die schlechtesten sein, finden Sie es heraus.

Rundum, testen Sie es alleine und berichten Sie, ich werde es auch tun.

Ich möchte  Ihnen zum Ende noch einen heißen Tipp geben, sollten Sie mal eins der Sachen , welche ich beschreibe, nicht gleich finden:
gehen Sie auf www.tomtomovi.de hier sind fast alle Insider als ovi ´s hinterlegt.

Bis denn dann, ihr Malte

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