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Gesundheitsministerium: Sachgerechtes Grillen hilft gesundheitliche Risiken zu vermeiden

am . Veröffentlicht in Sachsen

Wie das Sächsische Gesundheitsministerium heute mitteilte, können bei unsachgemäßem Grillen Schadstoffe wie das krebserzeugende Benzo[a]pyren und weitere schädliche Vertreter der Stoffklasse polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Diese werden vor allem bei der Verbrennung von tierischem Fett gebildet und gelangen dann mit dem aufsteigenden Grillrauch auf Steaks und Co. Beim Grillen gepökelter Fleisch- und Wurstwaren (z. B. Kasslerkoteletts) können darüber hinaus auch Nitrosamine entstehen, die ebenfalls als krebserregend gelten.

Nach Auffassung des für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständigen Ministeriums sollten zur Vermeidung gesundheitlicher Risken durch den Verzehr von gegrilltem Fleisch bzw. von gegrillten Würsten die folgenden Regeln beachtet werden:

- Möglichst mageres Fleisch oder magere Fleischerzeugnisse verwenden,
- direkten Kontakt des Grillgutes mit den Flammen vermeiden,
- das Grillgut erst dann auf den Rost legen, wenn die Grillkohle durchgeglüht und ein Glutbett vorhanden ist
- das Abtropfen von Fett in die Glut sollte vermieden werden,
- besser bei niedrigen Temperaturen etwas länger, als bei zu hohen Temperaturen grillen und ein „Verkohlen“ des Grillgutes generell vermeiden,
- harzreiches Holz sowie Zapfen von Nadelbäumen nicht als „Brennmaterial“ verwenden,
- keinesfalls lackiertes Holz und Altpapier als „Brennmaterial“ verwenden,
- Fleisch nur gut durchgegart verzehren, bei Geflügelfleisch vor allem darauf achten, dass das Fleisch auch in der Tiefe (bei Hähnchenschenkeln z. B. am Knochen) von weißer bis grauer Farbe ist.

Darüber hinaus wird empfohlen:

- Grillsaucen, Marinaden und Salatsaucen immer gut kühlen und erst kurz vor dem Verzehr aufzutragen bzw. dem Salat zugeben,
- Rohes Fleisch, das zum Grillen bestimmt ist und Speisen, die roh verzehrt werden (Salate etc.), unbedingt getrennt aufbewahren und bearbeiten. Gegebenfalls sollten zwischendurch die Hände gut gewaschen und Arbeitsgeräte (Schneidbretter, Messer) gründlich gereinigt werden.
- flüssige Grillanzünder sollten nach jeder Nutzung sofort verschlossen und für Kleinkinder nicht zugänglich sein. Feststoffgrillanzünder sind sicherer.
- Auf die Benutzung von Ölfackeln oder Öllampen sollte im Interesse der Sicherheit anwesender Kleinkinder möglichst verzichtet werden.

Um zu verhindern, dass Fett in die Glut gelange, könnten neuerdings Grills mit vertikalem Rost verwendet werden, teilte das Ministerium weiter mit. Im Übrigen reduziere das Garen in Folie oder die Verwendung von Grillschalen aus Aluminium ebenfalls die Belastung des Grillgutes mit Benzo[a]pyren und anderen Schadstoffen.

 

(SMS/ Matthias Süßen) 

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