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Sachsens Kultusminister Roland Wöller zurückgetreten

am . Veröffentlicht in Sachsen

Sachsens Kultusminister Roland Wöller zrückgetretenDresden. Der Sächsische Staatsminister für Kultus und Sport Prof. Dr. Roland Wöller ist am Dienstag zurückgetreten. Er begründete seine Entscheidung mit den geplanten Kürzungen im Lehrerstellenbereich des Freistaates Sachsen.

 

 

 

 

Wöller hatte am Dienstagnachmittag seinen Rücktritt gegenüber Ministerpräsident Stanislaw Tillich vom Amt des Sächsischen Staatsministers für Kultus und Sport erklärt.
“Seit nunmehr fast vier Jahren stehe ich als Staatsminister für Kultus und Sport in der Verantwortung für die sächsische Bildungspolitik. Ich habe dieses Amt von Anfang an in dem Bewusstsein versehen, dass für die Sächsische Staatsregierung und ebenso für die Sächsische Union die Bildung eine sehr hohe Priorität hat. Abgesehen davon, dass die Wertschätzung für die Bildung in Sachsen gute Tradition ist, ist diese Prioritätensetzung auch aktuell uneingeschränkt richtig. Eine gute Bildung legt den Grundstein für die Zukunftschancen jedes Einzelnen, für den Wohlstand unseres Landes und für die Anziehungskraft, die es in den letzten gut zwanzig Jahren unübersehbar entfaltet hat.“, erklärte Prof. Dr. Roland Wöller am Dienstag.
Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hatte am Dienstag im sächsischen Kabinett erklärt, dass das sächsische Kultusministerium in Zukunft nicht für den Sport im Freistaat zuständig sein wird. Wie es hieß soll der Sport, wie auf Bundesebene, dem Innenministerium zugeordnet werden. Ein weiterer Schlag für Wöller dürfte der Verlust seines Staatssekretärs sein, den Tillich mit  sofortiger Wirkung in den Ruhestand versetzt haben soll. Staatssekretär Prof. Dr. Jürgen Staupe
Vorausgegangen hatte im Oktober 2009 die Amtsgeschäfte des Staatssekretärs im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport übernommen. Im Vorfeld soll es Unstimmigkeiten zwischen Kultusminister Wöller und Georg Unland, dem sächsischen Finanzminister, gegeben haben. Thema hierbei war die Finanzierung des Bildungspaket, die von der schwarz-gelben Regierung in Sachsen erst Ende 2011 verabschiedet wurde.
“Als Kultusminister bin ich verantwortlich für die Bildung in Sachsen und damit Anwalt für Schüler, Lehrer und Eltern. Das ist mein Amtsverständnis. Ich gehe ohne Zorn und bedanke mich bei allen, mit denen ich an unserer gemeinsamen Aufgabe zusammenwirken durfte.“, so Woller in seiner Erklährung abschließend.
Er kündigte aber auch an, dass er sein Mandat im Sächsischen Landtag weiter ausüben werde, dazu gehöre auch sein Engagement in der Bildungspolitik.

(msc)


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