facebook Twitter Youtube RSS

Innenministerium: Deutlicher Anstieg der politisch motivierten Kriminalität in Sachsen

am . Veröffentlicht in Sachsen

Innenministerium: Deutlicher Anstieg der politisch motivierten Kriminalität in SachsenDresden. Das sächsische Innenministerium hat im Jahr 2011 einen deutlichen Anstieg der sogenannten politisch motivierten Gewalt festgestellt. Laut Ministerium ist der Anstieg besonders auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Demonstrationen im Februar 2011 in Dresden zurückzuführen.

 

 

 

 

 


Die zahl der rechtsmotivierten Straftaten sank in Sachsen Ministeriumsangaben zufolge von 1.809 im Jahr 2010 auf 1.693 im Jahr 2011 und damit auf den niedrigsten Stand seit 2005. “Trotz des erneuten Rückgangs der Fallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren – niedrigster Wert seit 2005 – befindet sich die Anzahl rechtsmotivierter Straftaten weiterhin auf hohem Niveau“, erklärte Sachsens Innenminister Markus Ulbig. “Das ist aber kein Grund zur Entwarnung. Unsere Maßnahmen zur Bekämpfung und Zurückdrängung des Rechtsextremismus greifen aber. Die Aufstockung der Soko Rex, der Einsatz von Mobilen Einsatz und Fahndungsgruppen und das Förderprogramm Weltoffenes Sachsen haben sich bewährt.“ Die Mehrzahl der Delikte, etwa 70 Prozent, fällt hier in den Bereich der Propagandadelikte, der Anteil der Gewaltdelikte lag bei etwa 5 Prozent.
Angestiegen ist laut Innenministerium die Zahl der linksmotivierten Straftaten von 563 auf 952 Fälle. Im Bereich der mit Gewalt verbundenen Konfrontationen mit dem ideologischen Gegner aus dem rechten Spektrum war ein Anstieg von 69 auf 154 Fälle festzustellen, gewalttätige Übergriffe auf den Staat, seine Einrichtungen und Symbole stiegen von 19 auf 145 Fälle an. “Vor allem der zunehmende Hass gegen die Polizei und die Aggressivität der Täter wie Steinwürfe und Barrikadenbau sind Ausdruck einer beunruhigenden Tendenz des stetigen Anstiegs ’Politisch motivierte Kriminalität -Links-‚ in den letzten fünf Jahren“, sagte Ulbig zu diesen Zahlen.
Die Aufklärungsquote bei den politisch motivierten Straftaten lag 2011 unter 40 Prozent. Während die Straftäter im rechten Spektrum meist im Umkreis ihres Wohnortes tätig wurden stellte das Ministerium fest, dass etwa die Hälfte der Täter im linken Spektrum nicht aus Sachsen kamen.

(ssc)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen