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Polizei und ADAC starten "Blitz für Kids“"

am . Veröffentlicht in Polizei Meldungen

polizei.pngDresden. In den nächsten zwei Wochen müssen sich Autofahrer auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Polizei und ADAC Sachsen führen ihre nun schon traditionelle Verkehrssicherheitskampagne "Blitz für Kids" durch. Vom 24. September bis zum 5. Oktober 2007 messen Polizeibeamte landesweit vor ausgewählten Grundschulen verstärkt die Geschwindigkeit.

 

Dabei werden Autofahrer, die mit zu hoher Geschwindigkeit ertappt werden von Schulkindern der vierten Klassen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Die Kinder fordern die „Verkehrssünder“ auf, künftig die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten und überreichen zur Ermahnung Handzettel als „gelbe Karte“.
Fahrzeugführer, die vorschriftsmäßig gefahren sind, erhalten von den Schulkindern grüne Karten mit der Aufschrift „Danke“.

Nach Angaben des Sächsischen Innenministeriums seien im Rahmen der zweiwöchigen Aktion im vergangenen Jahr bei insgesamt 439 Geschwindigkeitskontrollen 1.892 Überschreitungen festgestellt worden. Die höchste Überschreitung betrug 46 km/h. Dieser Fahrzeugführer hätte sein Auto mit Sicherheit nicht mehr rechtzeitig vor einem auf die Straße laufenden Kind zum Stehen gebracht, so die Polizei. Der Fahrer wurde 4 Punkten in der Verkehrssünderdatei, einem Monat Fahrverbot und 125 €Bußgeld bestraft.

Die Polizei weist daruf hin, dass der Anhalteweg bei der häufig vor Schulen angeordneten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h bei trockener Straße ca. 13 m beträgt. Wird nur 10 km/h zu schnell gefahren, so erhöht sich der Anhalteweg auf fast 20 m, bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verdoppelt er sich auf ca. 26 m.

Gerade Kinder sind im Verkehr gefährdet. Dies belege die Unfallstatistik, so dass Innenministerium in Dresden: Im Jahr 2006 verunglückten insgesamt 1.331 Kinder, davon sechs tödlich. Dabei verunglückten u. a. zwei Kinder als Radfahrer, zwei Kinder als Fußgänger und ein Kind als Mitfahrer in PKW tödlich. Die Zahl der verletzten Kinder sank auf den niedrigsten Stand seit 1995 (mehr als 3.000 verletzte Kinder im Jahr 1995; 1.325 verletzte Kinder im Jahr 2006).

(msu) 

 

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