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Flughafen Leipzig-Altenburg - Freistaat Thüringen stellt Förderung ein

am . Veröffentlicht in Mitteldeutschland

Flughafen Leipzig-Altenburg - Freistaat Thüringen stellt Förderung einErfurt/Altenburg. Thüringens Verkehrsminister Christian Carius hat am Dienstag eine Studie über die Zukunftsoptionen des Flughafen Leipzig-Altenburg vorgestellt. In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass die Landesregierung ab dem kommenden Jahr alle Zahlungen an den Flughafen einstellen werde.

 

 

 

 

Thüringens Verkehrsminister Christian Carius hat am Dienstag angekündigt, dass der Freistaat dem Flughafen Leipzig-Altenburg ab dem kommenden Jahr keine finanzielle Unterstützung mehr gewähren werde.
Nach den Angaben aus dem Thüringischen Verkehrsministerium hat der Freistaat seit dem Jahr 1992 insgesamt rund 17 Millionen Euro in den Leipzig-Altenburg Airport investiert. Wie es hieß sei aber der Zuschussbedarf des Flughafens stetig gestiegen, wodurch der Airport nach Ansicht der Thüringer Landesregierung mittlerweile an die Grenze der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gelangt sei.
Am Dienstag hat Thüringens Verkehrsminister Christian Carius eine Studie über die Weiterentwicklung des Verkehrslandeplatzes Altenburg-Nobitz und des angrenzenden Industriegebietes im Thüringer Kabinet vorgestellt und den Aufsichtsrat des Flughafens über die Empfehlungen informiert. Von Seiten des Freistaates war mit der in Auftrag gegebenen Studie angedacht eine zukunftsfähige und ökonomisch tragfähige Entwicklungsperspektive für den Verkehrslandeplatz zu schaffen. “Wir haben daher gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der Landesentwicklungsgesellschaft eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die die Entwicklungsmöglichkeiten des Verkehrslandeplatzes und des angrenzenden Industriegebiets erstmals untersucht. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. Sie sind auch vor dem Hintergrund des Konsolidierungsbedarfs der öffentlichen Haushalte zu sehen.“, erklärte Verkehrsminister Christian Carius am Dienstag nach der Vorstellung der Studie in der Kabinettsitzung in Erfurt.

Nach Ansicht des Verkehrsministers entspricht nur das Szenario “General Aviation“ den Anforderungen an ein tragfähiges Betriebskonzept. Dieses sieht aber die Einstellung des Lowcost-Geschäftsfeldes vor. Wie es hieß zeigten alle anderen Varianten bei denen der Lowcostverkehr aufrecht erhalten oder erweitert wird, ein für den Freistaat Thüringen defizitäres Ergebnis, welches dauerhaft nur über Subventionen kompensiert werden müsste. Aus diesem Grund stellt sich der Freistaat gegen die Beibehaltung oder Ausweitung des Lowcostverkehrs am Altenburger Airport.
“Wenn auf dem Flugplatz - unter Verzicht auf den Lowcostverkehr - ausschließlich Allgemeine Luftfahrt stattfindet, können aus eigener Kraft positive regionale Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte erzielt werden. Sie ermöglichen einen Wettbewerb, der mittelfristig nicht mehr auf staatliche Förderung angewiesen ist. Eine weitere gezielte Vermarktung des angrenzenden Industriegebiets stützt diese Perspektive nachhaltig. Ich habe den Flugplatzbetreibern und den kommunalen Vertretern aus Altenburg und dem Altenburger Land heute Morgen bei der Präsentation der Studie empfohlen: Nutzen Sie die Chance, neue Wege zu gehen. Denn Sie haben jetzt mit dieser Studie eine umfassende Informationsbasis für zukünftige Gesellschafter-Entscheidungen.“, so der Verkehrsminister Carius. Zudem appellierte der Minister an die regionale Wirtschaft, sich auch weiterhin für den Verkehrslandeplatz einzusetzen.


Der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens und Landrat Sieghardt Rydzewski sieht die  200 Arbeitsplätze des Flughafens in Gefahr, sollte der Freistaat die Zuschüsse streichen.
“Im Ergebnis heißt das nichts anderes, als dass der Flugplatz platt gemacht werden soll, weil die Landesregierung eine Strategie verfolgt, die sich General Aviation nennt und der Low-Cost völlig ausblendet. Klar aber ist allen Sachkundigen, dass es für die Pläne des Ministers weder einen Bedarf noch einen Markt gibt. Völlig sinnlos ist, den Geschäftsbetrieb, wie den unsrigen aufrecht zu erhalten, ohne das Luftverkehr wirklich stattfindet. Ginge es nach dem Willen der Landesregierung wird das über 200 Arbeitsplätze kosten. Damit ist auch klar, die Thüringer Landesregierung hat das Altenburger Land gedanklich abgehakt und endgültig an den Rand geschoben, frei nach dem Motto: `Opel ist alles, Altenburg ist nichts´. Das können und werden wir nicht hinnehmen und das darf man gern auch als Kampfansage verstehen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens Sieghardt Rydzewski am Dienstag.


(msc)

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