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Doppelmord in Groitzsch - Sonderkommission sucht nach dem Täter

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Doppelmord in Groitzsch - Sonderkommission sucht nach dem Täter Groitzsch/Borna. Nach dem Doppelmord in der Kleinstadt Groitzsch im Landkreis Leipziger Land laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Noch am Sonntag wurde eine Sonderkommission gegründet.

 

 

 

 

Groitzsch ist eine ruhige und beschauliche Kleinstadt im Süden von Leipzig, doch am Samstagabend wurde dieser Ort Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. Nachdem bereits im April vorigen Jahres ein 27-jähriger Mann durch Schüsse ums Leben kam, sind am Samstag abermals zwei Männer getötet werden.
Die beiden jungen Männer im Alter von 19 und 23 Jahren stammen nach Angaben der Ermittler aus Groitzsch.
Eine Frau aus Groitzsch hatte die Polizei am Sonnabend um 20:47 Uhr informiert, dass sie in der Nähe des Bahnhofes mehrere Schüsse gehört hatte.
Noch vor dem Eintreffen der sofort zum Tatort eilenden Polizei waren Helfer vor Ort, die versuchten dem jungen Mann Erste Hilfe zuleisten. Helfern und Polizei bot sich vor Ort ein Bild des Schreckens. Der 19-Jährige lag blutüberströmt neben einem Ford Fiesta. Er konnte den Helfern noch kurz bevor er bewusstlos wurde einen Hinweis auf einen weiteren Verletzten geben.
Im Fahrzeug fanden die Beamten dann Einschusslöcher, die vermuten ließen, dass sie mit dem Geschehen zu tun hatten.
Der 19-Jährige wurde mit schwersten Verletzungen in eine Bornaer Klinik gebracht, wo er noch in der Nacht an seinen schweren Verletzungen verstarb.

 

Doppelmord in Groitzsch - Lagerhalle

 

Als die Beamten dann den letzen Hinweisen des jungen Mannes nachgingen fanden sie dann in einer alten Landwirtschaftshalle einen zweiten Mann. Als die Polizisten den 23-Jährigen fanden war er aber bereits tot.
Noch in der Nacht zum Sonntag begannen Spezialisten des Landeskriminalamtes mit der Tatortarbeit.

 

Doppelmord in Groitzsch - Ermittler der Kripo bei der Tatortarbeit

 

Mittlerweile sind die Leichen beider Opfer in die Gerichtsmedizin nach Leipzig verbracht worden. Noch am Sonntag hatte der zuständige Staatsanwalt in Leipzig beim Bereitschaftsrichter die Obduktion der beiden Männer beantragt, der diese auch anordnete.
Wie mitgeteilt wurde ist der 19-jährige Mann zweifelsfrei an den Folgen der Schussverletzungen verstorben. Das Ergebnis der Obduktion des 23-Jährigen lag am Sonntagnachmittag noch nicht vor.

 

Doppelmord in Groitzsch - Ermittler der Kripo bei der Tatortarbeit

 

In der gemeinsamen Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft informierten der Leiter der Polizeidirektion Westsachsen Jürgen Georgie, Landespolizeipräsident Bernd Merbitz und Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Sonntagnachmittag über die Geschehnisse und  teilten mit, dass bereits eine Sonderkommission (SoKo) zur Aufklärung der Verbrechen eingerichtet wurde.
Die SoKo “Schrott“ sei mit mehr als 70 Beamten ausgestattet worden und in den kommenden Tagen soll weiteres Personal hinzukommen, wobei die für die Absperr- und Suchmaßnahmen eingesetzten Beamten noch hinzukommen, erklärte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz. Der Name der SoKo sei aufgrund des in der Lagerhalle gelagerten Schrotts zustande gekommen, erklärte Georgie. Spekulationen um einen möglichen Zusammenhang mit anderen Fällen seien aus dem Namen der SoKo nicht zu schließen, hieß es.
Ob ein Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen im April vorigen Jahres besteht konnten ebenfalls noch nicht gesagt werden, wird aber auch nicht ausgeschlossen.

 

Doppelmord in Groitzsch - Ermittler der Kripo bei der Tatortarbeit


Georgie betonte, dass die Ermittler bei ihrer Arbeit auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. Hierfür wurde von der Polizeidirektion Westsachsen und der Leipziger Staatsanwaltschaft eine Hotline eingerichtet. Bürger können die Ermittler der SoKo “Schrott“ unter der kostenlosen Telefonnummer (0800) 66 47 65 3 erreichen.

 

(msc)





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