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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mord gegen mutmaßlichen Todesschützen von Groitzsch

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mord gegen mutmaßlichen Todesschützen von GroitzschLeipzig. Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat im gegen den 41-jährigen Mann aus Bayern Anklage erhoben. Ihm wird Mord in zwei Fällen sowie Körperverletzung mit Todesfolge in einem weiteren Fall vorgeworfen.

 

 

 

 

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um den 41-jährigen Guido N., der zuletzt im bayerischen Cham in der Oberpfalz lebte. Ihm wird vorgeworfen, Ende August diesen Jahrs auf seinem verwilderten Grundstück in Groitzsch auf zwei junge Männer geschossen zu haben. Eines der Opfer, der damals 23-jährige Denis H., konnte zwar schwer verletzt flüchten, brach dann aber neben seinem Auto an einem Bahnübergang zusammen. Dort wurde er kurz später aufgefunden. Der 23-Jährige verstarb noch der selben Nacht in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Das zweite Opfer war der 19-jährige Patrick B., der schwer bereits verletzt in einer Lagerhalle liegen geblieben war. Der Angeschuldigte soll ihm dort mit einem Gegenstand schwerste Kopfverletzungen zufügt haben, um ihn damit endgültig zu töten.
Zudem wird dem Angeklagten auch Tötung eines weiteren Mannes im April 2009 zur Last gelegt. Vom damals 27-jährien Opfer Tino L. soll der Beschuldigte die Herausgabe von dessen Fahrrad verlangt haben. Als dieser die Herausgabe verweigerte schoss der Angeschuldigte mit seinem Revolver Kaliber .357 Magnum mehrfach auf den Geschädigten und verletzte diesen lebensbedrohlich. Im Anschluss verließ der Angeschuldigte zunächst den Tatort mit dem Fahrrad des Geschädigten, bevor er dies in einiger Entfernung wieder fallen ließ und flüchtete. Tino L. verstarb trotz der sofort eingeleiteten intensivmedizinischen Maßnahmen am 23.04.2009 an den Folgen der erlittenen Schussverletzungen in einem Krankenhaus. Wie es hieß geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte den Tod des Geschädigten bei Abgabe der Schüsse billigend in Kauf genommen zuhaben, er sei jedoch von dem Versuch eines Tötungsdelikts strafbefreiend zurückgetreten ist.

 

Verwildertes Grundstück in Groitzsch - Polizeiabsperrung am Tatort

 

Anfang September hatte sich der jetzt Beschuldigte in Kraiburg am Inn (Oberbayern) bei der Polizei gestellt. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er aber bislang geschwiegen. Bei seiner Festnahme wurde die Tatwaffe, der Revolver Kaliber .357 Magnum, in seinem Auto gefunden.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig teilte weiter mit, dass ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben worden ist, auch wenn es bisher keine Hinweise dafür gebe, dass der Mann vermindert schuldfähig sei. Einen Termin für den Prozess, der am Landgericht Leipzig verhandelt werden soll, ist bislang noch nicht angesetzt.

(msc)

 

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