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Loveparade in Duisburg - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

am . Veröffentlicht in Deutschland

Loveparade in Duisburg - Staatsanwaltschaft erhebt AnklageDuisburg. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg sind abgeschlossen. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat nun Klage gegen 16 Personen eingereicht.

 


Am 24. Juli 2010 wollten Hunderttausende unter dem Motto “The Art of Love“ in Duisburg die Loveparade feiern, doch es kam auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Duisburg zu einer Katastrophe, bei der 21 Menschen ihr Leben verloren und mindestens 682 Personen verletzt wurden.
Viel Zeit ist seither ins Land gegangen und auch nach dreieinhalb Jahren konnte noch kein Verantwortlicher der Kathastrope verurteilt werden, da sich die Ermittlungen aufgrund der Masse an Unterlagen und Datenträgern lange hinzogen.
Die Ermittlungen liefen ursprünglich gegen 17 Beschuldigte, von denen einer inzwischen verstorben ist. Gegen 10 Personen hat die Staatsanwaltschaft Duisburg am Montag Anklage beim Landgericht Duisburg erhoben. Wie es hieß wurde gegen sechs Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg und gegen vier Mitarbeiter der Loveparade-Ausrichterfirma Lopavent Klage eingereicht. Den zehn Beschuldigten wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.
Von Seiten der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde betont, dass zu ihren Aufgaben nur die strafrechtliche Aufklärung zähle. Für die Suche nach der politischen oder moralischen Verantwortung sei man nicht verantwortlich. Zudem wurde betont, dass die Staatsanwaltschaft die Ergebnisse gern früher präsentiert hätte, dies aber angesichts der Größe und Masse der zu bewertenden Beweismittel waren jedoch diese umfangreichen und auch lang andauernden Ermittlungen erforderlich.
Im Ergebnis der Ermittlungen stellte sich deutlich heraus, dass "Ein wesentlicher Grund für die Katastrophe sind Planungsfehler.", erklärte Oberstaatsanwalt Horst Bien. So seinen bei der Duisburger Loveparade einfache wissenschaftliche Erkenntnisse außer Acht gelassen worden, die schlussendlich zu der Katastrophe geführt haben.  
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden 27 Anträge auf Zulassung zur Nebenklage von Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade eingereicht. Des Weiteren wurden 48 so genannte Adhäsionsverfahren auf den Weg gebracht.

(msc)

 

 

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