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ADAC-Präsident Meyer zurück getreten

am . Veröffentlicht in Deutschland

ADAC-Präsident Meyer zurück getretenMünchen. Es sind schwere Zeiten für Engel. Und besonders schwer sind sie für Gelbe Engel im Dienste des ADAC. Nach dem Rücktritt des Pressesprechers Ramstetter im Januar folgte am gestrigen Montag der von Präsident Peter Meyer.

 

 

Nachdem im Januar Manipulationen bei der Vergabe des Auto-Preises Gelber Engel durch den ADAC bekannt geworden waren hatte Pressechef Michael Ramstetter seinen Hut genommen. Doch in der Folge tauchten immer mehr Ungereimtheiten beim ADAC auf. Am gestrigen Montag zog nun auch ADAC-Präsident Peter Meyer die Konsequenzen und trat zurück. Am Montagvormittag hatte das Präsidium des ADAC ohnehin ein Suspendierungsverfahren gegen Peter Meyer beschlossen. “In den vergangenen Wochen ist jedem in der Führungsspitze des ADAC bewusst geworden, dass die Struktur des ADAC den mit der Organisationsgröße verbundenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird“, erklärte Vizepräsident August Markl, der den Verein bis zur Neuwahl eines Präsidenten im Mai 2014 kommissarisch leiten wird. “Deshalb haben wir jetzt einen tiefgreifenden Reformprozess eingeleitet, der auch vor vermeintlichen Tabus nicht zurückschreckt und den ADAC für die Zukunft neu aufstellt. Wir wollen mit dieser Erneuerung schnellstmöglich das Vertrauen in den Club wieder herstellen.“
Wie der ADAC weiter mitteilte, waren nicht nur die Teilnehmerzahlen zur Wahl des Lieblingsautos 2014 geschönt. Das vom ADAC beauftragte Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte hat in seinem Prüfbericht demzufolge belegt, “dass die Reihenfolge der Fahrzeugmodelle nicht mit den Ergebnissen der Preisverleihung am 16. Januar 2014 übereinstimmt. Gründe für die falschen Ergebnisse sind Deloitte zufolge sowohl vorsätzliche Veränderungen als auch eine technisch fehlerhafte Verarbeitung der Daten.“
Zudem gibt es laut Deloitte klare Anhaltspunkte dafür, dass ähnliche Veränderungen auch in den Vorjahren vorgenommen worden sind. “Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass die Vorgehensweise bei der Ermittlung des ‚Lieblingsautos‘ in den vergangenen Jahren ähnlich abgelaufen ist. Endgültige Aussagen können wir aber erst treffen, wenn unsere Untersuchungen der Vorjahre abgeschlossen sind“, so Frank Marzluf, Partner Forensic bei Deloitte. Die Prüfergebnisse der Wahl zum “Lieblingsauto“ in den Jahren 2005 bis 2013 werden voraussichtlich in der nächsten Woche bekannt gegeben.

(ine)

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